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Dormagen: Kinder basteln im Kreismuseum

Dormagen : Kinder basteln im Kreismuseum

Im Kreismuseum Zons wird zur Ausstellung "Silbertriennale" eine Führung für Schulklassen angeboten, bei der die Mädchen und Jungen viel entdecken können. So bastelten gestern Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Vorst silberne Ameisen aus Korken, Alufolie und Draht.

Es krabbelt im Kreismuseum Zons: 25 kleine Ameisen schimmern silbern im Sonnenlicht. Alle Tiere sehen unterschiedlich aus, schließlich sind sie von den kleinen Künstlern auch individuell angefertigt worden. "Mir hat das Basteln viel Spaß gemacht", sagt Kristina (6), während Maurice ausruft: "Meine Ameise hat die längsten Beine!". Die Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Vorst sind zu Besuch im Kreismuseum.

Passend zur Ausstellung "Silbertriennale", in der auch eine Glasschale des finnischen Künstlers Ru Runeberg mit vielen kleinen Silber-Ameisen zu sehen ist, bietet das Kreismuseum Zons Führungen für Schulklassen an. "Boah, wie das glänzt", ist auf der ersten Etage beim ersten Blick auf die Silber-Stücke ebenso zu hören wie ein anerkennendes "Cool!". Museumsmitarbeiterin Karina Hahn zeigt den Kindern erst einmal einige besonders schöne Stücke der Ausstellung und erläutert das Glänzen der Edelmetall-Objekte.

Dann geht es ans Selbstherstellen: "Natürlich nicht aus Silber, das wäre nicht nur zu teuer, sondern technisch auch nicht umzusetzen, da es nur in heißem Zustand geformt werden kann", betont Hahn. Und so nehmen die Schüler Ersatz-Materialien wie Korken, Alufolie und Draht, um ihr eigenes Krabbeltier zu formen.

An einem Prototyp führt Hahn vor, wie die Silber-Ameisen aussehen können, und dann legen die Mädchen und Jungen los. Die Vorster umwickeln drei unterschiedlich große Korkenstücke mit Alufolie, stechen mit Mikadostäben Löcher hinein und verbinden sie mit Draht zu einem dreigliedrigen Körper. Danach müssen noch Löcher für sechs Beine und zwei Fühler gestochen werden. Das Ganze ist gar nicht so einfach, vielfach wehrt sich der durch die Alufolie verstärkte Korken gegen das Löcherstechen. Aber mit ein bisschen Hilfe entstehen schöne Ameisen. Allein durch die verschiedene Verankerung der Gliedmaßen in den Körper erhalten die silbrigen Ameisen ein ganz unterschiedliches Aussehen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Britta Richter und Praktikantin Gudrun Hauke machen sich die 25 Schulkinder wieder auf den Weg nach Vorst — mit ihren Silber-Ameisen im Gepäck.

(NGZ)