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Dormagen: Kinder basteln für St. Martin

Dormagen : Kinder basteln für St. Martin

Auch wenn der Hausmeister den St. Martin spielte und die Kapelle nicht alle Kinderlieder kannte: Die Kinder der Kita St. Agatha Straberg genossen die Martinsfeier. Was auch daran lag, dass die Papis die Laternen mitbastelten.

"Ich geh mit meiner Laterne" und andere bekannte Martinslieder ertönten gestern auf den Straßen. In einigen Stadtteilen sind die Schulen und Kindergärten schon Tage zuvor mit bunten Laternen durch die Straßen gezogen. Die katholische Kindertagesstätte St. Agatha feierte am vergangenen Mittwoch ihr Martinsfest, der große Straberger Umzug stand hingegen erst gestern auf dem Programm.

Ihre Laternen hatten die Kindergartenkinder zuvor im Rahmen eines samstäglichen Bastelnachmittags mit ihren Vätern (!) gebaut. Die leuchtenden Kunstwerke in Form von Igeln, Fröschen oder Eulen schmückten anschließend die Gruppenräume bis sie beim Martinsumzug endlich zum Einsatz kamen.

"Ich habe fast alles alleine gemacht", erzählt Julia stolz. Die Fünfjährige hat sich für eine Eulen-Laterne entschieden. Auf einen Papprahmen haben die kleinen Bastler Tiergesichter geklebt. Der Laternen-Körper leuchtet durch buntes Transparentpapier, die Beine bestehen aus Pfeifenreinigern. "Wir haben alles mit der Schere ausgeschnitten und dann zusammengeklebt", erklärt Sara. "Das war ganz einfach", meint auch Kilian. Er hat mit seinem Bruder und seiner Mutter zu Hause einen Frosch gebastelt.

"Der Väter-Bastelnachmittag war eine tolle Aktion. Auf diese Weise haben die Väter am Wochenende mehr von ihren Kindern und uns entlastet es", meint auch Kita-Leiterin Doris Fuhr. Auch beim Martins-Fest waren Eltern, Geschwister, Opas und Omas natürlich dabei. Mit einem Laternenumzug startete der Abend an der Kirche. "Danach haben wir ganz viel Kakao getrunken und Weckmann gegessen", erinnert sich der fünfjährige Paul. Für die Erwachsenen gab es Glühwein.

Zum Schluss wurde ein Martinsfeuer entzündet. Der Mann mit dem roten Mantel konnte den Kindern jedoch nichts vormachen: "Das war nicht der richtige St. Martin, das war der Herr Schneider", meint Paul. Die Kinder haben gelernt: Der echte St. Martin hat schon vor vielen Jahren gelebt. Deswegen muss heutzutage eben der Hausmeister einspringen.

Besungen haben die Kinder ihn trotzdem: Neben Klassikern wie "St. Martin" stimmen die Kinder auch modernere Martinslieder an. Am liebsten intonieren sie das Laternen-Lied von "Milli und Molli", den Kühen des Kinderliedermachers Volker Rosin. Schade nur, dass die Musiker den Kinder-Hit nicht kannten.

(NGZ)