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Dormagen: Kiffer jeglichen Alters

Dormagen : Kiffer jeglichen Alters

Interview mit Hans-Willi Arnold, Polizeisprecher im Rhein-Kreis Neuss.

Herr Arnold, in Horrem ist die Polizei auf eine Cannabis-Plantage gestoßen. Häufen sich die Fälle des privaten Anbaus?

Hans-Willi Arnold Solche Fälle gibt es immer mal wieder. Messbare Steigerungen gibt es auf dem Gebiet nicht.

Operiert die Polizei im Rhein-Kreis Neuss ebenfalls mit Wärmebildkameras, um versteckte Plantagen zu entdecken?

Arnold Ja, dieser Technik bedienen wir uns auch. Das sind Präventiveinsätze, in denen ein Hubschrauber über Felder fliegt und mittels Kamera versucht, Plantagen ausfindig zu machen. Wir haben das schon mehrfach gemacht, sind im Rahmen dieser Einsätze aber nie fündig geworden.

Gibt es in Dormagen Drogen-Brennpunkte für den Handel oder Konsum?

Arnold Nein, das kann man nicht sagen.

Laut Uno-Drogenbericht sind Kokain und Heroin auf dem Rückmarsch, dafür synthetische Drogen im Kommen — erkennen Sie diese Drogen-Trends in der Region?

Arnold Das ist in der Tat der Fall. Wir haben es häufiger mit Ampheta-minen und Marihuana zu tun.

Gibt es eine typische Zielgruppe?

Arnold Nein, das reicht von Jugendlichen bis zu Kiffern fortgeschrittenen Alters, vom Besucher einer Techno-Party bis zum Alt-Hippie.

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Wie spiegelt sich das in den Zahlen wider?

Arnold In Dormagen hat es in den Monaten Januar bis Mai 2009 43 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gegeben; im gleichen Zeitraum 2010 waren es 37. Dieser Trend ist im Rhein-Kreis Neuss ähnlich: Dort sank die Zahl der Delikte von 474 auf 416.

Schauen Sie in den Schulen genauer hin?

Arnold Dort versuchen wir insbesondere im Präventionsbereich auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Jens Krüger führte das Gespräch.

(dhk)