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Dormagen: Keine Radar-Offensive gegen Temposünder

Dormagen : Keine Radar-Offensive gegen Temposünder

In Dormagen müssen die Autofahrer auch in Zukunft nicht befürchten, an jeder Ecke in eine Radarfalle zu geraten. "Wir werden jetzt nicht wie wild Radarwagen anschaffen", sagte gestern Harald Schlimgen, Pressesprecher der Stadt, auf Anfrage der NGZ.

Man behalte sich aber vor, zu überprüfen, an welchen Stellen noch Kontrollbedarf bestehe, sagte Schlimgen.

Seit gestern haben die Kommunen mehr Möglichkeiten, Temposünder zu erwischen: Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat den Ordnungsämtern in NRW mehr Flexibilität bei der Geschwindigkeitskontrolle zugesprochen. Bisher war es nur erlaubt, an Unfallbrennpunkten oder in "besonders schutzwürdigen Zonen", etwa vor Altenheimen oder Schulen, Radarwagen aufzustellen. Ab jetzt kann theoretisch überall geblitzt werden.

Wie die Stadt genau auf die neuen Möglichkeiten der Kontrollen reagieren wird, konnte Schlimgen gestern nicht sagen. "Wir haben heute erst einmal eine Weiterbildung, wo uns die rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert werden. Danach muss man sehen, wie sich das umsetzen lässt", sagte er. Es sei deshalb auch zu früh, um über die Anschaffung zusätzlicher Radarwagen zu diskutieren.

Die sollen dann auch nur an den Stellen stehen, die nicht von der Polizei abgedeckt werden. "Es ist aber nicht so, dass wir überall kontrollieren werden, wo hin und wieder zu schnell gefahren wird", sagte Schlimgen. Kontrolliert werde nur da, wo Bedarf bestehe.

(cbu)