1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Katholische Kirche Dormagen: Pfarrer und Diakone spenden Blasiussegen

Katholische Kirche in Dormagen : Blasiussegen gegen Halskrankheiten

Dormagener Pfarrer und Diakone spenden den Segen nach den Messen am Wochenende.

Wenn jetzt am Samstag und Sonntag Pfarrer Peter Stelten und fünf Diakone den Gläubigen in Dormagen-Süd am Ende der Heiligen Messen den Blasiussegen spenden, ist das „zutiefst rheinisch“, wie Stelten lachend erklärt: „Da ist der Blasiussegen fast wie ein weiteres Sakrament“, weist der Pfarrer auf die große Beliebtheit des Segens im Rheinland hin: „Es kann ja nicht schaden, höre ich oft. Und er gehört mit Aschenkreuz und Palmzweig einfach zum kirchlichen Jahr dazu.“ Kaum ein Gottesdienstbesucher verlasse nach der Messe die Kirche, ohne sich den Blasiussegen abzuholen, der „eine Sakramentalie und weit mehr als Folklore“ ist, so Stelten: „Gott lässt keinen ungerührt.“

Der Volksglaube spricht diesem Segen eine Wirkung gegen Halskrankheiten zu. „Das ist keine Magie, sondern es geht um den ganzen Menschen. Das erscheint zwar etwas mystisch, ist aber dennoch als Verbindung mit Gott heilsam“, sagt Stelten. Er erinnert daran, dass bei der Krankensalbung im Krankenhaus an den angeschlossenen Geräten ablesbar ist, dass die Patienten auf Segnung und Salbung reagieren: „Ein persönlicher Segen wirkt“, betont Stelten, der auch darauf hinweist, dass Ärzte oft sagen, dass bei ihnen noch jemand mit operiert – nämlich Gott.

Viele Hals-Redewendungen gibt es: einen Kloß im Hals oder „so einen Hals“ haben, etwas in den falschen Hals bekommen und zweimal schlucken müssen. „Die gekreuzten Kerzen sind ein Hinweis auf Tod und Auferstehung, also das Heilswirken, Jesu Christi“, erklärt Stelten. Der Brauch kam ab dem 9. Jahrhundert im Rheinland gut an – ab dem 6. Jahrhundert ist der Blasiussegen schon in der Ostkirche überliefert. Er geht auf den armenischen Bischof und Märtyrer Blasius von Sebaste zurück, der im dritten und vierten Jahrhundert lebte und der Legende nach ein Kind vor dem Ersticken an einer Fischgräte bewahrt hatte. Die Segensformel: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist."

Daher bietet Pfarrer Stelten in Dormagen-Süd nach folgenden Messen den Blasiusegen an: In den Vorabendmessen am 1. Februar um 17.30 Uhr in St. Katharina Hackenbroich mit den Diakonen Ronald Brings und Klaus Roginger sowie um 19 Uhr in St. Martinus Zons mit Diakon Brings. Am 2. Februar in den Sonntagsmessen um 9.30 Uhr in Zur Heiligen Familie Horrem mit den Diakonen Fritz Detmer und Bernd Götzelmann, um 11 Uhr in St. Michael mit Diakon Brings und Pater Josef sowie um 17.30 Uhr in St. Maria vom Frieden mit Diakon Brings.