Dormagen: Karnevalisten vernetzen sich weiter

Dormagen : Karnevalisten vernetzen sich weiter

Ein Stadtverband wurde nicht gegründet, wohl aber verständigten sich die Karnevalsvereine im Stadtgebiet auf verstärkten Austausch und Treffen.

Die Idee, dass sich die Karnevalsvereine im Dormagener Stadtgebiet - ähnlich wie die Schützen - zu einem Dachverband zusammenschließen, hat Charme. Sie schaffte es sogar ins Wahlprogramm der FDP und als deren Antrag in den Hauptausschuss im September 2014, allerdings vorerst nicht ins Vereinsregister. Denn nach einem zweieinhalbstündigen Workshop am Mittwochabend auf Einladung von Bürgermeister Erik Lierenfeld entschieden die Vertreter der Karnevalsgesellschaften aus ganz Dormagen, jetzt keinen Stadtverband zu gründen, sondern ihre Zusammenarbeit auf lockerer Ebene, mit verstärktem Austausch und regelmäßigen Treffen als eine Interessengemeinschaft zu vertiefen.

Die Narren beschlossen, künftig noch enger zusammenrücken, sprachen sich zunächst aber gegen eine feste Vereinslösung aus, für die einige ein Kapazitätsproblem der Ehrenamtler sahen. Stattdessen soll eine Interessengemeinschaft in Form eines gemeinsamen Stammtischs der Karnevalsgesellschaften gegründet werden. Zu den Zielen, die die Karnevalisten nach wie vor verfolgen, gehören eine möglichst gemeinsame TÜV-Abnahme für die Festwagen, Kosteneinsparungen durch gemeinsame Vereinbarungen mit Künstlern oder der Gema und eine bessere Terminabsprache. Auch die gemeinschaftliche Straßenkarnevalseröffnung an Weiberfastnacht auf dem Rathausplatz in Dormagen ist den Vereinen wichtig.

Der Stammtisch soll nun reihum von den Vereinen ausgerichtet werden. Den Anfang machen die Gohrer und Broicher Turfgrafen, die wahrscheinlich für Oktober zum ersten Stammtisch einladen. Organisiert wurde der Workshop vom Büro für bürgerschaftliches Engagement der Stadt.

FDP-Fraktionsvorsitzender Karlheinz Meyer, auch stellvertretender Vorsitzender der KG Rot-Weiß Stürzelberg, zeigte sich zufrieden mit dem Workshop-Ergebnis, wie er gestern sagte: "Das ist der erste Schritt, dem weitere folgen können." Die Zusammenarbeit könne sich nun in lockerer Form weiterentwickeln. "Unsere sieben Ziele, die wir jetzt definiert haben, werden wir weiter verfolgen", sagte Meyer. Etliche Vereine hatten ihr Interesse an einem Dachverband signalisiert.

(NGZ)
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