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Karneval in Dormagen: Das sind die Kostüm-Trends 2019

Kostüm-Trends in Dormagen : Karneval wie in den goldenen Zwanzigern

Wer in diesem Jahr nicht schon wieder Pirat oder Cowboy werden will, findet bei Gongoll in Dormagen Inspiration für Neues.

Sich einmal fühlen wie Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter in der erfolgreichen ARD-Fernseh-Serie „Babylon Berlin“, zu Swing-Rhythmen tanzen wie im berühmt-berüchtigten Berliner Nachtclub „Moka Efti“ und die „goldenen Zwanziger“ zumindest am Kleidungsstil nachempfinden – so etwas ist an Karneval möglich. Und liegt im Trend: Die „Babylon Berlin“-Kostüme bei Gongoll in Hackenbroich sind in diesem Jahr neu – und bereits heißbegehrt. Glitzerne, mit Pailletten und Fransen geschmückte Kleider, Cloche-Hüte, elegante Handschuhe und jede Menge Accessoires lassen den Träger im glamourösen 1920er-Jahre-Look dastehen. Wem das aber zu auffällig ist, der findet im Spiel- und Freizeitgeschäft Gongoll natürlich auch andere angesagte Kostüme für die Feierlichkeiten zum Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Sylvia Hurow, Mitarbeiterin der Karnevalsabteilung, zeigt den Lesern die Trends für 2019.

Und die sind teilweise überraschend. „Pantomime ist in diesem Jahr sehr beliebt“, sagt Sylvia Hurow, und sucht eines der schwarz-weißen Kleider heraus. Nach wie vor seien aber auch Cowboy, Hippie, Sträflig, der Düsenflieger im Overall und natürlich auch „Rot-Weiß“ beliebte Kostümklassiker. Der Trend bei den Frauen liege jedoch neben den Kostümen von „Babylon Berlin“ bei Flamingos und Tüllröcken. „Ich glaube wir haben noch nie so viele Tüllröcke verkauft wie jetzt“, sagt Gongoll Mitarbeiterin Sylvia Hurow. Die Rücke seien so begehrt, weil man sie individuell kombinieren könne und sich damit von der Masse abhebe. Das ist auch etwas für die Herren: „Wir hatten auch schon einige Männer hier, die die bunten Tüllröcke gekauft haben und sich daraus ein Einhornkostüm gezaubert haben“, sagt Hurow.

Bei den Männern liegt außerdem der sogenannte „Pop-Art-Anzug“ total im Trend – für diejenigen, die ein bisschen auffälliger durch die Karnevalszeit gehen möchten. Immer gefragt sind aber natürlich auch Piraten-Kostüme, die zeitlos schicken Roben sieht man auf jeder Karnevalsfeier. Ganzkörperanzüge, oder auch „Plüschis“, wie sie die Mitarbeiterinnen der Karnevalsabteilung liebevoll nennen, sind hingegen das perfekte Kostüm für draußen. Sie halten sehr gut warm, zumal eine Jacke und ein Pulli mit Leichtigkeit unter das Kostüm gezogen werden können. Die „Plüschis“ gibt es in den verschiedensten Ausführungen: von der Giraffe über den Affen bis hin zum „Krümelmonster“. Ein anderes Ganzkörper-Kostüm hingegen ist schon seit Halloween vergangenen Jahres ausverkauft: Die roten Verbrecheranzüge, bekannt aus der Netflix-Serie „Haus des Geldes“. Nur noch die Masken seien bei Gongoll erhältlich, erklärt Sylvia Hurow.

Die Mitarbeiterin hat derzeit viel zu tun. „An den Wochenenden geht es hier richtig rund“, sagt sie. Und obwohl Hurow eigentlich überhaupt kein Karneval mag und zwischen Oktober und März pausenlos im Geschäft Karnevalsmusik läuft, ist sie gerne dort. „Die Musik macht ja gute Stimmung. Und mittlerweile kann ich alle Lieder mitsingen“, scherzt sie. Die über 100 Karnevals-Titel habe sie sogar selbst ausgesucht, gemeinsam mit ihren zwei Kollegen der Gartenmöbelabteilung, die den Verkauf der Karnevalsartikel betreuen. Doch bald ist Schluss mit Karneval bei Gongoll: „Rosenmontag bauen wir ab, und am Dienstag stehen hier dann wieder ausschließlich Gartenmöbel“, erklärt Sylvia Hurow. Doch bis dahin wird wohl noch viel verkauft.