Rosenmontag in Gohr und Broich Doppeldorf feiert ausgelassen Straßenkarneval

Gohr/Broich · Der Rosenmontagszug in Gohr ist ein einzigartiges Erlebnis. Deshalb kommen jedes Jahr zahlreiche Besucher in das Bergdorf, um sich das jecke Treiben nicht entgehen zu lassen. Im Schatten der Kirche St. Odilia wird immer ausgelassen gefeiert.

Karneval Dormagen 2024: Bilder vom Rosenmontagszug in Gohr und Broich
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Rosenmontagszug in Gohr und Broich 2024

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Foto: Andrea Lemke

2100 Einwohner zählt Gohr und über 100 leben in Broich. Gefühlt sind in dem kleinen Dorf mehr Närrinnen und Narren unterwegs, als es Einwohner hat. Und das hat seinen Grund. Während Zons am Rosenmontag mit einer malerischen Kulisse auftrumpft, Dormagen mit dem größten Zug, haben die Gohrer und Broicher Turfgrafen ein Ass im Ärmel: Das Bergdorf lockt mit Stimmung, die seinesgleichen sucht und einer großen Portion Herzlichkeit. Der Gohrer Rosenmontagszug ist ein Familienfest, das mit viel Herzblut organisiert wird. Und das hat sich herumgesprochen. Parkplätze waren deshalb weit und breit Mangelware. Und so wurde kurzerhand auf der anderen Seite der B 477 am Feldrand geparkt.

Fast eine Stunde dauert es, bis der Rosenmontagszug vom kleinen Broich aus das Bergdorf erreicht. Langeweile kommt dabei aber nicht auf, denn die Stimmung auf den Straßen gleicht einem Festival. Einem jecken Festival. Offene Kofferräume, überall kleine Theken aufgebaut, Klappstühle zum Ausruhen nach dem langen Stehen und wuselnde Kinder auf der Straße: Die Stimmung in Gohr ist perfekt, voller Vorfreude auf den kommenden Zug. Überall ist Musik zu hören, manche haben ihren Bollerwagen kurzerhand für die Verpflegung hergerichtet. Gohr ist aus dem Häuschen.

Und so ganz nebenbei mischte sich auch die Prominenz unters Volk. Horst Lichter und seine Frau Nada hatten sich direkt gegenüber dem Kirchplatz ein Plätzchen gesucht und feierten begeistert mit. Der Fernsehstar wohnt schon länger in Gohr und versteckt sich nicht. In der Woche zuvor war er noch in Straberg. Denn: Das Maikomitee hatte seinen Karnevalswagen mit zahlreichen Konterfeis des Bares für Rares-Moderators geschmückt und sich entsprechend verkleidet. Und weil dörfliche Netzwerke manchmal besser funktionieren als alles andere, war der Kontakt schnell hergestellt und Lichter machte ein Foto mit den Straberger Jungs. In Gohr aber schunkelte er mit seiner Frau am Straßenrand.

(alem)
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