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Kammertheater: Seit vier Jahren hat Dormagen sein eigenes Theater

Kammertheater Dormagen : Theatermacher mit viel Herzblut

Seit vier Jahren hat Dormagen ein eigenes Theater – privat betrieben und sehr erfolgreich: Schauspieler, Autoren und Regisseure Sabine Misiorny und Tom Müller punkten mit unterhaltsamen Komödien und Theater-Leidenschaft.

Da lacht Dormagen! Diese Aufschrift auf Aufklebern und Saisonheften ist Programm – und ein Versprechen auf beste Unterhaltung, das auch wirklich eingelöst wird: Seit 2015 hat Dormagen sein eigenes Theater. Es wird mit viel Herzblut von Sabine Misiorny und Tom Müller betrieben, die als „M & M-Theater“ seit 1993 auf der Bühne stehen und vor vier Jahren an der Ostpreußenallee mit ihrem Kammertheater Dormagen beruflich heimisch geworden sind. Komödien mit viel Wortwitz, Klamauk, aber auch Tiefgang sorgen dort stets für beste Unterhaltung.

Privat lebt das Ehepaar bereits seit Herbst 2006 in Broich – sie stammt aus Wuppertal er aus Neuss – kennengelernt haben sie sich 1990 beim Tourneetheater in Düsseldorf. „In Broich gefällt es uns sehr gut“, sagt Sabine Misiorny, ihr Mann Tom Müller ergänzt: „Jetzt müssen wir nicht mehr auf Gastspielreise bei Schnee und Eis durch ganz Deutschland fahren und andauernd Kulissen auf- und abbauen.“ Denn die Schauspieler, Autoren und Regisseure haben sich mit dem eigenen Kammertheater einen großen Traum erfüllt: „Und wir sind unserem Publikum so dankbar, dass es uns so unterstützt und trägt“, betont Misiorny. „Es ist toll, dass unsere Stammzuschauer immer wieder zu uns kommen – und auch andere Gäste mitbringen. Da ist meine Frau anscheinend sehr überzeugend“, sagt Müller lachend. Denn die eindringliche Aufforderung Misiornys ans Publikum, positive Mundpropaganda zu betreiben („Nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst“), beendet jede der vergnüglichen Vorstellungen im Kammertheater.

 Das Lieblingsstück „Zwei wie Bonnie und Clyde“.
Das Lieblingsstück „Zwei wie Bonnie und Clyde“. Foto: Theater
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Vor vier Jahren waren sie noch in der „wilden Umbau-Phase“. Denn vor der Eröffnung im April 2015 standen umfangreiche Arbeiten an, bevor aus zwei alten Kinosälen ein vergrößerter Theatersaal für 95 bequeme Plätze und ein gemütliches Foyer mit Theke und Sitzbänken wurde. Aber es hat sich gelohnt: In ihrem „Theater-Schmuckkästchen“ macht es Spaß, sich auf lustige Abende einzustimmen. Zahlreiche Helfer unterstützen die beiden Betreiber bei Technik, Regie, Kartenkontrolle, Garderobe und Getränkeausgabe – und auf der Bühne als Schauspieler. „Ohne unser Team und unsere Kollegen könnten wir das nicht stemmen“, sagt Tom Müller dankbar. Er und seine Frau sind zu Recht sehr stolz darauf, dass sie ihr Kammertheater ohne Subventionen betreiben. „Unser Publikum zum Lachen zu bringen, ist auch uns ein Vergnügen“, sagt Sabine Misiorny, die sich freut, wenn die Zuschauer mitgehen, kichern, laut loslachen und applaudieren: „Dann wissen wir, dass wir richtig liegen.“

 Auch beim Herrichten des alten Kinos am Niederfeld zu ihrem Theater hatten Sabine Misiorny und Tom Müller vor vier Jahren Spaß.
Auch beim Herrichten des alten Kinos am Niederfeld zu ihrem Theater hatten Sabine Misiorny und Tom Müller vor vier Jahren Spaß. Foto: Hammer, Linda (lh)

Die Bandbreite der Stücke im Kammertheater Dormagen ist groß: Viele selbst geschriebene Komödien werden ebenso gezeigt wie Stücke anderer Autoren wie die schwarze Krimikomödie „Gärtner sterben stets im Herbst“ von Rainer Volker Larm, die ab Freitag um 19.30 Uhr bis 27. Januar neun Mal aufgeführt wird. Mit Misiorny und Müller auf der Bühne stehen Heidi Ruetz und Lars Lienen. Die Saison beschließt vom 31. Mai bis 15. Juni die Lieblingskomödie der Theatermacher: „Zwei wie Bonnie & Clyde“ ist ein Dauerbrenner mit Lach-Garantie.