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Dormagen: Kämmerer lobt Infrastruktur

Dormagen : Kämmerer lobt Infrastruktur

Dormagens neuer Erster Beigeordneter und Kämmerer Kai Uffelmann spricht im Interview über sein neues Zuhause, seine Sympathie für rheinische Traditionspflege und die kommenden großen Herausforderungen.

Herr Uffelmann, Sie sind seit wenigen Wochen im Amt des Kämmerers. Sind Sie in Dormagen angekommen?

Kai Uffelmann Von Tag zu Tag erscheint mir die Stadt positiver. Ich bin sehr herzlich empfangen worden. Was ich bei meinen Antrittsbesuchen bemerkt habe: Die Infrastruktur ist gut, hier wird dem Bürger wirklich etwas geboten. Ich habe oft gehört: Hier werden sie nicht mehr weg wollen. Bald werden ich und meine Familie auch ein Domizil in Rathaus-Nähe beziehen. So genieße ich den Luxus, in der Mittagspause nach Hause gehen zu können.

Was ist denn der größte Unterschied zu Ochtrup, wo Sie als Beigeordneter tätig waren?

Uffelmann Ochtrup ist natürlich ländlicher geprägt, Dormagen dagegen ist durch die Anbindung an die Ballungsräume städtischer. Ich glaube, in einer Stadt wie Dormagen werden wir unsere Kinder gut großziehen können.

Wie haben Sie Dormagen wahrgenommen, bevor Sie sich bei der Stadt beworben haben?

Uffelmann Ich bin häufiger an Dormagen auf dem Weg nach Düsseldorf vorbeigefahren. Dass ich hier mal landen würde, damit habe ich nie gerechnet. Meine Frau, die Köln sehr verbunden ist, hat sich jedenfalls sehr gefreut.

Wie wichtig ist in Ihrer Position der gesellschaftliche Kontakt?

Uffelmann Ich bin dem Schützenwesen verbunden und möchte bei den Dormagener Fründe mitmarschieren. Ich schätze die Tradition, sie hat für mich auch etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun. Und Glaubwürdigkeit ist für jeden, der Haushaltspolitik betreibt, wichtig.

Wie lange werden Sie brauchen, um sich in das Amt des Kämmerers einzuarbeiten?

Uffelmann Normalerweise geht man davon aus, dass ein Neueinsteiger ein bis zwei Jahre braucht, um das System einer Verwaltung zu durchschauen. Ich werde das deutlich schneller hinbekommen müssen. In den Haushalt möchte ich mich in sechs bis acht Wochen einarbeiten.

Sie haben in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause ein raues politisches Klima erlebt. Wie war Ihr Eindruck?

Uffelmann Ich habe ja noch den Blick von außen. Ich unterstelle aber mal, dass alle Beteiligten dieses politische Klima nicht durchhalten wollen. So ist das nichts, das verstehen die Bürger auch nicht. Respekt und Wertschätzung sollten trotz aller Meinungsverschiedenheiten immer erkennbar sein.

Sie waren Chef einer Kreishandwerkerschaft — gehen Sie Ihren Job mit einer wirtschaftlichen Perspektive an?

Uffelmann Ja, natürlich. Im Grunde ist unsere Situation ähnlich der eines Unternehmens. Nur dass wir im Pleitefall nicht weg vom Markt sind.

In Ihrem Arbeitszimmer ist der Leuchtturm ein Motiv, das immer wieder auftaucht ...

Uffelmann Ich habe eine Affinität zur Küste. Der Leuchtturm ist für mich ein positiv besetztes Symbol. Wenn man so möchte, ist es mein Ziel, auch finanzpolitisch ein Leuchtturm zu sein.

Heiko Schmitz und Jens Krüger führten das Gespräch

(NGZ)