Dormagen: Jusos gegen Groko und gegen "Mitglieder um jeden Preis"

Dormagen : Jusos gegen Groko und gegen "Mitglieder um jeden Preis"

"No Groko" - in der vergangenen Woche hatte das Leitungsteam der Dormagener Jusos seine Ablehnung der Verhandlungen der SPD mit der Union mit dem Ziel einer erneuten Großen Koalition erklärt.

Aufmerksam verfolgten die Jusos den Bundesparteitag in Bonn, halten jedoch auch nach kritischer Reflexion aller Argumente an ihrem "No Groko"-Kurs fest, wie sie jetzt erklärten. Dennoch wollen die jungen Sozialdemokraten daran anknüpfen, möglichst viele Dormagener an dieser Debatte zu beteiligen. Daher gibt es am Mittwoch, 7. Februar, ab 18.30 Uhr eine offene Bürgersprechstunde in der Geschäftsstelle der SPD-Fraktion an der Kölner Straße 93, bei der sich alle Interessierten mit dem SPD-Nachwuchs über die Möglichkeiten der Sozialdemokraten auf Bundesebene austauschen können.

"Durch unser erneutes Zugehen auf alle Bürgerinnen und Bürger wollen wir zeigen, dass wir eben nicht unreflektiert gegen eine große Koalition poltern, stattdessen die inhaltliche Debatte sogar bestrebt sind zu intensivieren", sagte Juso-Vorstandsmitglied Gerrit Burdag. Aufgrund der regen Beteiligung an einem ersten Meinungsbild kurz vor Weihnachten hoffen die Dormagener Jusos erneut auf zahlreiche Teilnehmer bei der offenen Bürgersprechstunde.

Die Haltung, jetzt SPD-Mitglieder um jeden Preis zu gewinnen, die dann bei der Mitgliederbefragung gegen eine Groko votieren sollen, findet Sabrina Nielson vom Dormagener Juso-Vorstand nicht zielführend: "Vielmehr wäre es gut, wenn politisch Interessierte uns jetzt unterstützen, nicht nur für die Abstimmung."

(cw-)