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Dormagen: Jury sucht Werke für D'Art-Ausstellung aus

Dormagen : Jury sucht Werke für D'Art-Ausstellung aus

Insgesamt 197 Arbeiten hatte die dreiköpfige Jury gestern Nachmittag im Kulturhaus zu bewerten und damit für die D'Art 2014-Ausstellung auszusuchen. Denn nicht alle können ab dem 7. November in der Glasgalerie ausgestellt werden.

Der Boden im Veranstaltungssaal des Kulturhauses sieht bunt aus, kunterbunt sozusagen. 179 Bilder Dormagener Künstler liegen dort zur Begutachtung bereit. Außerdem stehen auf der Bühne noch 18 Skulpturen und Installationen. 197 Kunstwerke also, die 104 heimische Künstler (maximal drei pro Künstler sind erlaubt), darunter in diesem Jahr auch 32 Schüler, für die D'Art 2014 abgegeben haben. "Nur 2010 hatten wir noch zwei Werke mehr", sagt Kulturbüroleiter Olaf Moll. Und viel mehr dürften es bei der nächsten D'Art in zwei Jahren auch nicht werden, denn dann hätte die Mitglieder der Jury keinen Platz mehr, durch die Reihen zu gehen und jedes Kunstwerk zu begutachten. Das taten die drei Juroren, Melanie Guthe, bildende Künstlerin aus Düsseldorf, Martina Storm, Kunstlehrerin an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, und Holger Hagedorn, Künstler aus Pulheim, gestern ausgiebig. Maximal zehn Punkte durften sie für eine Arbeit vergeben.

"Ruhe <> Dynamik" lautete das Motto, das die Dormagener Künstler umzusetzen hatten. Ein Motto, das der Kreativität durchaus jede Menge Platz lässt. "An das Thema haben sich die meisten auch wirklich gehalten", sagt Holger Hagedorn nach einem ersten Rundgang. Dennoch stutzt der Pulheimer bei einigen Arbeiten, wird schließlich sogar etwas ungehalten. "Wenn ich einige Werke sehe, bin ich einfach nur sauer, dass so etwas abgegeben wird", sagt er. Es reiche eben nicht, etwas Farbe und eine Leinwand zu nehmen und einfach loszulegen. Das Gute am Konzept der D'Art findet der Künstler, dass nicht nur Profis eine Chance haben. "Auch ein Schüler kann hier eine tolle Arbeit abliefern."

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Leicht pathetisch wie "Lebe Deine Vision", "Wind of change", schnörkellos wie "Bus verpasst" oder ziemlich plastisch wie "Links ein Schuh und rechts ein Schuh und dazwischen Du" lauten einige Titel der Werke, von denen laut Olaf Moll "nur" 80 bis 90 - "Das hängt auch von der Größe ab" - den Sprung in die Ausstellung in der Glasgalerie schaffen. Dort kann sie sich dann jeder ansehen und selbst ein Urteil fällen, ob und wie das Ruhe-Dynamik-Thema umgesetzt wurde.

Unter den ausgestellten Werken werden, wiederum von einer Jury, die drei Erstplatzierten ermittelt. Am Mittwoch, 7. Januar, werden sie dann bei der Finissage bekannt gegeben. Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld schaute sich gestern Nachmittag die "Ausbeute" an und bekannte freimütig, dass er wohl auch in Zukunft auf der Seite der Betrachter bleiben werde. An der D'Art 2012 nahmen 74 heimische Künstler mit insgesamt 171 Werken teil. Den ersten Platz belegte damals Eric Giessmann, der zweite Platz ging an Jutta Kükenthal, der dritte an Robert Küppers.

Auch in diesem Jahr hatte das Organisationsteam, Künstler und Mitarbeiter des Kulturbüros, auf eine Anmeldegebühr verzichtet. Dafür waren die Teilnehmer aufgefordert, bei der Anmeldung mindestens fünf Euro für die Hospizbewegung Dormagen zu spenden.

(NGZ)