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Junges Festival: Horremer Kinder spielen bei "Beethoven#5" mit

Junges Festival Knechtsteden : Horremer Kinder erleben „Beethoven#5“

Mit einem besonderen Musikprojekt hat das Junge Festival Knechtsteden mit dem „ensemble reflektor“ rund 120 Kinder der Christoph-Rensing-Schule in Horrem in ein Konzert einbezogen – und die Eltern begeistert.

Sie waren sehr still für ein klassisches Konzert am Abend eines Schultags: Rund 120 Mädchen und Jungen der Klassen 3 und 4 der Christoph-Rensing-Schule warteten vor dem Orchester kniend gespannt auf ihren Auftritt beim Konzert „Beethoven#5“ mit dem „ensemble reflektor“. Mit den jungen Musikern aus Hamburg hatten die Kinder zuvor die Instrumente kennengelernt und eigene Rhythmus-Aktionen und Darstellungen eingeübt. Die Premiere der Kulturpatenschaft der Horremer Grundschule mit dem Jungen Festival  Knechtsteden begeisterte die Zuhörer in der Turnhalle.

Die berühmten Anfangsklänge „Tatatataaa“ von Ludwig van Beethovens fünfter Sinfonie sorgten für Wiedererkennungs-Effekt, hat das Motiv in Werbung und Filmmusik Einzug gehalten. Geschickt wurde die Darbietung des jungen Orchesters immer wieder durch Vorführungen der Kinder unterbrochen, so dass die vielen Schüler und Geschwister zwischendurch auch mal unruhig sein durften.

Begeistert zeigte sich Schulleiterin Adelheid Rothenburg: „Eine tolle Aufführung, wirklich außergewöhnlich“, sagte sie nach dem knapp einstündigen Konzert. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten, dass diese Kulturpatenschaft mit dem Festival Alte Musik starten konnte. Musikdozentin Ulrike Neukamm vom Jungen Festival war glücklich über die gute Resonanz auf das „Jugendprogramm“: „Es war wunderbar, mitzuerleben, wie die Schüler die Anregungen der Musiker umgesetzt haben.“ Aus den Klassen 3a, 3b, 3c, 4a und 4b hatten einige Schüler sogar kleine Sprechrollen eingeübt, die sie beim „Interview mit Beethoven“ furchtlos in der voll besetzten Turnhalle vortrugen. Andere stellten ein Missverständnis dar, indem sie mit Tröten einander erst verschiedene Töne vorspielten, die sie dann zu einer gemeinsamen Melodie zusammenfügten. Die Begriffe „Macht“ und „Angst“ setzten die Schüler pantomimisch mit Schubsen und Zombie-Gesten um – bevor bedrohliche „Spinnentiere“ der Fläche verwiesen wurden. Dass auf einen Streit Versöhnung folgen sollte, symbolisierten die Mädchen und Jungen mit Rhythmusgeräten, die sie laut aufeinander schlugen, um sie fallen zu lassen und einander zu umarmen. In mehreren Sprachen sagten die Schüler passend zur Musik „Frieden“: „Lasst uns zusammen singen, spielen und reden, damit wir Frieden leben“, worauf lang anhaltender Beifall die Kinder für ihre Aufführung belohnte. „Ein wunderbares Konzert, in dem so viele Kinder wirklich eingebunden waren. So etwas fördern wir sehr gern“, sagte Professorin Susanne Hilger vom Geschäftsführenden Vorstand der Rhein-Energie-Stiftungen begeistert.

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Das „ensemble reflektor“, das am Samstag beim Eröffnungskonzert des Festivals Alte Musik bei „Beethoven und Eybler“ spielt, zeigte sich ebenfalls berührt und erfreut über die Musikvermittlung, die sie auch in anderen Städten schon gestartet hatten: „Was Ihr aus Beethoven gemacht habt, ist einmalig“, sagte Dirigent Thomas Klug. „Wir bedanken uns bei der tollen Schule und den tollen Schülern, auch wir hatten so viel Spaß“, sagte eine Musikerin zu Beginn – mit Blick auf die Kinder, die vor den Stuhlreihen saßen: „Genau so sieht unser Lieblingspublikum aus!“