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Dormagen: Junge Union fordert mehr Platz für Jugendliche

Dormagen : Junge Union fordert mehr Platz für Jugendliche

Die Junge Union (JU) Dormagen hat jetzt einen Antrag in die Beratungen der CDU-Fraktion eingebracht. Hierin bittet die Jugendorganisation der CDU darum, dass die Kinderspielplätze Schillerstraße (Dormagen-Mitte) und Stommelner Straße (Hackenbroich), die nach Vorstellung der Verwaltung aufgegeben werden sollen, als "Platz für Jugendliche" auszuweisen und entsprechend auszustatten.

Zusätzlich soll die Skateranlage in Horrem ebenfalls offiziell als Platz für Jugendliche ausgewiesen werden. "Die Verwaltung kann ruhig weitere Standorte benennen, die für die Nutzung durch Jugendliche in Frage kommen", sagt JU-Vorsitzende Alana Schiffer. Den Antrag soll nun die CDU-Fraktion in die nächsten Beratungen des Jugendhilfeausschusses einbringen. Bei den CDU-Politikern Jo Deußen, André Heryschek und Corinna Tolles ist dieser Vorstoß bereits auf offene Ohren stoßen. "Wir sehen einen Bedarf, Freizeitangebote und Treffpunkte für Jugendliche im Stadtgebiet zu vergrößern", sagt Schiffer zur Begründung. "Es muss vorrangig geprüft werden, ob Kinderspielplätze, die nicht mehr benötigt werden, bei Bedarf jugendgerecht umgewandelt werden können. So hätten Jugendliche öffentliche Räume unter freiem Himmel, wo sie sich aufhalten könnten, ohne vertrieben zu werden."

Die Junge Union nutzte die im März stattfindende "Job Börse" um die Jugendlichen zu befragen, wie sie die Situation in Dormagen empfinden. Es wurden ca. 50 Jugendliche befragt, davon waren 41 Jugendliche der Meinung, dass wohnortnahe Treffpunkte für junge Menschen erforderlich sind. Die Befragten berichteten, dass sie sich in ihrer Freizeit oft auf Schulhöfen, Kinderspielplätzen und an Bushaltestellen aufhalten würden. "Dies hat in der Vergangenheit bereits häufig zu Beschwerden von Anwohnern geführt. Auch wird dies den Jugendlichen nicht gerecht", so die JU-Chefin.

Konkret sieht die JU die Ausstattung der vorgeschlagenen Plätze mit Müllbehältern, unempfindlichen Sitzmöbeln und einer offenen überdachten Fläche vor. Damit die Plätze entsprechend möbliert und sauber gehalten werden, sollen die möglichen Nutzer in die Gestaltung und den Betrieb im Dialog eingebunden werden.

(NGZ)