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Dormagen: Julias erster Schultag

Dormagen : Julias erster Schultag

Die fünf Jahre alte Julia Fahrenkamp ist gestern mit 39 anderen Kindern in die Regenbogenschule eingeschult worden. Mit ihrer Familie erlebte sie einen aufregenden Tag zwischen Gottesdienst, Feierstunde und Schulklasse.

Bei strahlendem Sonnenschein warten 39 i-Dötzchen der Regenbogenschule mit ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten vor der Kirche St. Michael auf den Beginn ihres ersten Schultags. Eine davon ist die fünf Jahre alte Julia Fahrenkamp. Vor Aufregung auf die Schule konnte sie die Nacht davor nicht schlafen. "Ich hoffe, dass meine Lehrerin nett ist und ich viele Freundinnen finde", sagt Julia.

Foto: Berns, Lothar

Zuerst geht es in den Einschulungs-Gottesdienst. Mit dabei sind ihre Eltern Nicole und Lars Fahrenkamp sowie ihr kleiner Bruder Jan (3). Ihr Patenonkel Björn Fahrenkamp darf die Schultüte halten. Die ist rosa und mit Pferden geschmückt. Als Pfarrer Peter Stelten fragt, was er denn für ein Buch in der Hand halte, weiß Julia sofort die Antwort. "Das ist eine Bibel", erklärt sie der Kirchengemeinde. "Der Gottesdienst war sehr kindgerecht gestaltet", sagt Lars Fahrenkamp danach. Auch seine Frau Nicole ist begeistert. "Er war wirklich schön", sagte sie.

Julia steht gespannt vor St. Michael (l.). In der Turnhalle findet die Einschulungsfeier statt. Julia schaut sie sich mit den anderen Erstklässlern aus der ersten Reihe an. Im Klassenraum sitzt sie ganz vorne. Vor ihr steht ihre Klassenlehrerin Anke Schulze. Foto: Lothar Berns

Gespannt sammeln sich die Familien anschließend auf dem Schulhof der Regenborgenschule in Rheinfeld. Familie Fahrenkamp wird schon erwartet. Geduldig haben Uroma Gertrud Fanslau, Oma Maria Roos und Onkel Kai Fahrenkamp mit Freundin Linda Fassbender auf Julia gewartet. Zusammen versuchen alle, Julia die Aufregung zu nehmen. Bevor das richtig gelingt, fängt schon die Einschulungsfeier in der schuleigenen Turnhalle an.

Nach einer Begrüßung durch Schulleiterin Sylva Zerr und einigen musikalischen Beiträgen der älteren Schüler dürfen die i-Dötzchen endlich in die Klassen. Mit 18 Mitschülern begibt sich Julia in die "Bärenbude", ihren neuen Klassenraum. Das Thema Bären zieht sich durch den ganzen Raum. Auf der Fensterbank sitzen drei Bären aus Plüsch, und auf jedem Namensschild ist einer gemalt. Dazu begrüßen bunte Blumen und Schmetterlinge an den Fenstern die Erstklässler.

Julia setzt sich direkt in die erste Reihe und ist erleichtert. Denn ihre Klassenlehrerin Anke Schulze ist genauso nett, wie sie es sich gewünscht hat. Nachdem jedes Kind sich vorgestellt hat, malen alle ein Bild von sich selbst. "Mama hat mir gezeigt, wie ich meinen Namen schreiben kann, deshalb muss ich das nicht mehr lernen", verkündet Julia stolz. Eine Hausaufgabe bekommen die Kinder auch schon: Sie müssen ihre Schultüte malen. Dann geht es auch schon wieder zu den Eltern zurück.

Den Tag lassen die Fahrenkamps beim Grillen im Garten ausklingen. "Wir lassen jetzt erst mal alles auf uns zukommen, aber Julia wird sich in der Schule schon gut einfinden", sagt Nicole Fahrenkamp.

(NGZ/rl)