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Dormagen: Jugendlichen misslingt Brandstiftung

Dormagen : Jugendlichen misslingt Brandstiftung

Ein Spaziergänger hat am Montagnachmittag in Dormagen-Stürzelberg zwei Jugendliche beobachtet, die versuchten, einen Unterstand aus Holz anzuzünden. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang mit dem Feuer an der A57 im Februar.

Wie die Polizei mitteilte, beobachtete der Zeuge, wie die Jugendlichen gegen 15 Uhr Gras und Stroh in die Dachkonstruktion eines Unterstandes an der Einmündung der Straße Am Weißen Stein/Roßlenbroichstraße in Stürzelberg steckten und es in Brand setzten. Anschließend flüchtete das Duo zu Fuß in Richtung Am Weißen Stein und Bahnstraße.

Der Zeuge brachte das Feuer unter Kontrolle, ein weiterer Passant half ihm dabei. Die alarmierte Feuerwehr löschte die Reste der Glut. Die Dachkonstruktion des Unterstandes, der aus drei Bänken mit Holzüberdachung besteht, wurde leicht beschädigt. Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen.

Die mutmaßlichen Brandstifter sollen den Angaben zufolge zwischen 13 und 15 Jahre alt sein. Sie waren zur Tatzeit bekleidet mit hellen T-Shirts (bunter Aufdruck) und dreiviertellangen Hosen. Hinweise auf die Identität der Jugendlichen nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02131 3000 entgegen.

Einen genauen Blick auf die misslungene Brandstiftung in Stürzelberg wirft auch die "Sonderkommission A 57". Schließlich liegt der Unterstand in Stürzerberg nur rund drei Kilometer vom Unglücksort an der A57 entfernt.

Das Team um Chefermittler Dietmar Wixfort prüft einen möglichen Zusammenhang mit der Brandstiftung in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar unter der A 57-Brücke in Nievenheim. Die Rauchwolke löste damals eine Massenkarambolage mit einem Toten und 13 Verletzten aus.

"In einem solchen Fall schauen die Kollegen der Sonderkommission natürlich genau hin", sagt der Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums in Düsseldorf, André Hartwig. Neue Erkenntnisse zur Katastrophe auf der A 57 gebe es aber bislang nicht.

(ila)