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Jugendamtselternbeirat: Die Kümmerer für Kitas in Dormagen

Jugendamtselternbeirat : Die Kümmerer für die Dormagener Kitas

Der „Jugendamtselternbeirat“ ist ein Gremium, dass als Sprachrohr zwischen Kita-Eltern, Stadt und Trägern von Kindergärten fungiert.

Die Elternvertretungen aller 33 Dormagener Kindertageseinrichtungen versammelten sich vergangene Woche im Ratssaal der Stadt und stimmten zum achten Mal in Folge über die Fortführung des Jugendamtselternbeirates (JAEB) ab. Die Entscheidung zur Fortführung der Arbeit des Gremiums fiel einstimmig. Für den neugewählten Vorsitzenden Sascha Weick ist es bereits das zweite Mal, dass er Mitglied im JAEB ist. Zum ersten Mal ist er nun der Vorsitzende. Insgesamt wurden sieben Vertreter gewählt. Sie sind Eltern von Kindern, die in verschiedene Kindertageseinrichtungen in ganz Dormagen gehen. „Zu aller erst haben wir eine beratende und vernetzende Funktion“, erklärt Weick. „Wir nehmen aber auch Anregungen und Ideen einrichtungsübergreifender Themen von Eltern entgegen. Wir vermitteln also zwischen den Eltern, den Trägern und der Stadt.“ Weick selbst ist Vater einer Tochter, die in den St. Josef Kindergarten in Delhoven geht.

Seit 2011 ist der Jugendamtselternbeirat Teil des Kinderbildungsgesetzes von Nordrhein-Westfalen. Seitdem finden daher landesweit in allen Kommunen in NRW die Wahlen statt. Der Beirat hat nicht nur die Möglichkeit zu vermitteln und zu vernetzen, sondern kann auch Grundsätze elementarer Bildung als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss aktiv mitgestalten. Ein Mitglied des JAEB, in diesem Fall Thorsten Högemann, sitzt mit in den Sitzungen des Jugendhilfeausschusses der Stadt. Er hat dort nur eine beratende Funktion und darf nicht mit abstimmen. Dennoch nimmt er Einfluss auf die Entscheidungen: „In den letzten zwei Jahren ging es überwiegend um den Ausbau und Neubau von Kindertageseinrichtungen, da der Bedarf an Plätzen in Dormagen steigt“, weiß Weick. Die Stadt investierte auch so viel Geld in den Ausbau, weil der JAEB die Bedürfnisse der Dormagener kannte. „Der Ausschuss hört auf jeden Fall zu, wenn wir ein Anliegen haben“, sagt Weick.

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Eine andere Aufgabe würde die Vermittlung zwischen Eltern, Trägern und der Leitung von Kindertageseinrichtungen bei Streitigkeiten beinhalten, „doch dies kam bisher zum Glück noch nie vor“, so Weick. Aber der Austausch von Informationen, das Beantworten von Fragen rund um das Thema Kinderbetreuung in Einrichtungen und das Geben von Tipps gehört zu den Aufgaben der ehrenamtlichen JAEB-Mitglieder. „Ein paar Stunden in der Woche investieren wir schon in die Arbeit“, erzählt Weick. „Wir treffen uns aber nicht regelmäßig, letztes Jahr waren es Fünf- oder Sechsmal.“ Die Treffen werden zum Beispiel an die Jugendhilfeausschusstreffen angepasst. Der Beirat hat nicht nur auf Stadt-, sondern auch auf Landesebene Mitwirkungsrechte: Jürgen Zimmermann vertritt das Gremium auf Landesebene. Dort kommen die Vertreter aus allen Städten zusammen.