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Jubiläum in Dormagen: SG Zons wird 50 und feiert nicht

Jubiläum in Dormagen : SG Zons wird 50 und feiert nicht

Die Sportgemeinschaft Zons ist einer der größten Sportvereine in Dormagen. Sie trägt der Pandemie Rechnung und verschiebt die Feier auf das nächste Jahr.

Es sind 50 Jahre und ein paar Tage her, dass zehn Sportler zusammenkamen, um die Sportgemeinschaft Zons ins Leben zu rufen. Gleichwohl gibt es bis heute Legenden und Diskussionen, wer letztlich die Keimzelle der Gründung ist. Das reklamiert zum einen die Frauen-Turngruppe für sich, die bereits weit vor offiziellem Gründungsakt Gymnastik und Spiel betrieben; das reklamiert ebenso die „Freitagsgruppe“ für sich, eine Gruppe von Faustball-spielenden Männern, die bis an diesem Tag trainieren.  Fakt ist, dass Alois Thieltges zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde und dass noch im gleichen Jahr die beiden Turngruppen der SG beitraten und die Zahl der Mitglieder auf 93 stieg. Heute sind es über 1200, womit die SG einer der größten Sportvereine in Dormagen ist.

Über all das kann in diesem Jahr nicht gefachsimpelt werden, eine Feier ist verschoben und wird im kommenden Jahr nachgeholt werden. Dann sollen die Mitglieder der aktuell sechs Abteilungen miteinander feiern können.

Die Chronik der SG beschreibt die Beweggründe und Umstände, die zur Vereinsgründung führten. Weil damals der Bau eines Sportzentrums sowie einer neuen Turnhalle am Rand der Zonser Heide im Gespräch war, bedurfte es einfach ein Verein als Organisationsform, um dem eher ungeregelten Sporttreiben in Zons einen Rahmen zu geben. Denn: Es war klar, dass künftig nur noch organisierte Vereine ein Anrecht auf Hallenzeiten bekommen sollen.

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Die Sportgemeinschaft ist nach ihrem Selbstverständnis ein im wesentlichen auf Breitensport ausgerichteter Verein für die ganze Familie. Die Abteilungen Badminton, Handball, Judo, Leichtathletik+Fitness, Tennis und Turnen) sorgen für ein breites Angebot. Faustball gibt es inzwischen nicht mehr. Ebenso gibt es American Football nicht mehr. Trotz eines vielversprechenden Starts war am Ende die Fluktuation zu groß, dass 1995 keine neue Mannschaft mehr zusammengestellt werden konnte und die Abteilung 1996 geschlossen werden musste.

Stolz ist man bei der SG, dass man seit 2014 im Besitz einer eigenen Anlage ist, die der Stadt abgekauft worden ist. Sie verfügt auch über ein Vereinsheim, welches mit Fördermitteln aus dem Programm „Moderne Sportstätten 2022 neu gebaut werden soll; ebenso ist ein kleiner Spielplatz auf dem Gelände vorhanden - ein Familien-Verein eben. Das prägende Gesicht der SG war Joachim „Jofi“ Fischer, der 40 Jahre lang die Geschicke des Vereins lenkte und im vergangenen Jahr die Verantwortung abgab,