Jubiläum: Der Chor „Rejoice“ aus Dormagen besteht seit 50 Jahren

Kultur in Dormagen : Der Chor „Rejoice“ feiert Goldjubiläum

Der Chor zelebriert mit zwei Jubiläumskonzerten in der Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums im Oktober sein 50-jähriges Bestehen mit vielen Gästen.

Ob auf Kulturveranstaltungen, auf dem Landesmusikfest NRW oder auf Firmenfeiern – der Dormagener Chor „Rejoice“ (Jubeln) ist eine fest etablierte Größe in Dormagen. Unter dem Motto „50 Jahre – Auf uns! …und kein Ende in Sicht…“ präsentiert sich der Chor, der aus 45 aktiven Mitgliedern besteht, am 12. und 13. Oktober in der Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums. Auf dem Programm stehen unter anderem Rock’n’Roll, Musik aus der Rocky-Horror-Picture-Show und Songs der schwedischen Pop-Gruppe ABBA. Musikalisch unterstützt wird der Chor von Mitgliedern der Bayer Big Band Leverkusen und den zwei Trompetern der „De Dometje Trööts“.

Die Altersstruktur des Chores ist breit gefächert: von Anfang 30 bis knapp 80 Jahren ist alles dabei. Unter Chorleiterin Brigitte Vedder, die seit fünf Jahren die Sänger anleitet, finden wöchentliche Proben in der Kreuzkirche in Nievenheim statt. Für das Jubiläumskonzert wird nun aber häufiger geprobt. „Wir haben zusätzliche Probentage und Probenwochenenden eingefügt“, erklärt die Chorleiterin. Daneben gibt es aber auch regelmäßig Zeit für Erholung und gemeinsame Unternehmungen. „Ein- bis zweimal jährlich veranstalten wir gemeinsame Chorausflüge im Umkreis, beispielsweise nach Bonn oder Kleve“.

Gegründet wurde der Chor im Jahr 1969 unter dem Namen „Folkloregruppe“ von Mathematik- und Physiklehrer Willy Jansen. Er gründete mit den Initiatoren Josef Kirschbaum und Johannes Sticker zunächst im Rahmen eines Volkshochschulkurses einen Gitarrenspielkreis mit 20 Jungen und Mädchen. Schon bald begann die Gruppe, zum Gitarrenspiel internationale Volkslieder zu singen. 1970 folgten dann die ersten öffentlichen Auftritte und allmählich erweiterte sich das Repertoire des Chors auf Schlager, Chanson, Spiritual, Jazz und Rock. Im Jahr 1977 gab sich die Gruppe schließlich eine Satzung und wurde zum eingetragenen Verein. Nachdem der Chor seinen Namen bereits zu „Folkgruppe Nievenheim“ geändert hatte, benannte er sich in Anerkennung ihres Leiters und aufgrund ihrer zunehmenden Vorliebe für Jazz und Swing erneut um. Dieses Mal in „Jansen Swingers“. Aus der anfänglichen Gitarrenbegleitung entwickelte sich mit der Zeit eine choreigene Band, und die „Jansen Swingers“ etablierten sich als Markenzeichen in Dormagen. Dabei wurden und werden sie von der Stadt vielfältig unterstützt, beispielsweise indem sie ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt oder Angebote für städtische Veranstaltungen oder Neujahrsempfänge macht. Im Jahr 2001 hat sich der unter damaligem Leiter Ingolf Schiefelbein schließlich in „Rejoice“ umbenannt und mittlerweile bereits zwei CDs veröffentlicht.

Gut vernetzt ist der Chor auch über die Grenzen des eigenen Landes hinaus, und zwar mit dem französischen Chor „Avec ton Choeur“ aus Saint-André, Dormagens Partnerstadt. Die deutsch-französische Zusammenarbeit der beiden Chöre existiert seit nun etwa drei Jahren und hat das Ziel, in einem Abstand von etwa ein bis zwei Jahren regelmäßige gemeinsame Konzerte in Deutschland oder Frankreich zu veranstalten. Die Sänger von „Rejoice“ waren zuletzt im Frühjahr zu Besuch in Saint-André.

Für die Zukunft hat der Dormagener Chor noch viel vor: „Es sind weitere Konzerte, unter anderem auch in Strasbourg, geplant und die Veröffentlichung einer neuen CD steht auch im Raum“, so Vedder.

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