Intergrationsrat fordert Unterstützung für interkulturelle Elternarbeit in Dormagen

Intergrationsrat Dormagen : Unterstützung für Elternarbeit gefordert

Der Integrationsrat möchte interkulturelle Elternarbeit fördern. Die Stadt soll finanziell unterstützen.

In der nächsten Sitzung des Integrationsrates in gut einer Woche soll ein weiteres, wichtiges Thema angesprochen werden: die Förderung und Umsetzung interkultureller Elternarbeit in Dormagen. Damit möchte der Integrationsrat vor allem erreichen, die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund und aus sozialschwachen Familien aktiver in den schulischen Bildungsprozess einzubinden. Dafür fordert der Rat in einem entsprechenden Antrag an die Stadt eine finanzielle Unterstützung.

Eltern müssten eine aktivere Rolle in der Schule ihrer Kinder spielen, das sei eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg aller Schüler, so der Integrationsrat in dem Schreiben an die Stadt. Immerhin würden Eltern laut einer PISA-Studie etwa 50 Prozent des Schulerfolgs ihrer Kinder ausmachen – Lehrer übernehmen dabei die anderen 50 Prozente. Oft fühlten sich Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund aber gar nicht dazu in der Lage, den Bildungserfolg ihrer Kinder zu unterstützen.

Aus diesem Grund möchte der Integrationsrat nun finanzielle Unterstützung für die Umsetzung diverser Maßnahmen erhalten, um Eltern zu ermöglichen, sich stärker einbringen zu können. Beispielsweise sollen sich die Schule sowie die Elternschaft mehr öffnen, die Eltern damit mehr in den Schulalltag einbeziehen und sie dazu ermutigen, sich mehr in die Bildung ihrer Kinder einzubringen. Zudem sollte ein besserer Informationsfluss zwischen Schule und Eltern stattfinden, indem beispielsweise eine einfacherer (deutsche) Sprache genutzt oder gar Mehrsprachigkeit eingesetzt wird. Außerdem sei es von großer Bedeutung, so der Integrationsrat in seinem Schreiben, die Sortierung von Klassen und Schulen nach sozialen oder ökonomischen Gesichtspunkten zu vermeiden.

Damit die verschiedenen Vorhaben auch umgesetzt werden können, müssten neben einer finanziellen Förderung durch die Kommune beispielsweise auch Verbände, Migrantenselbstorganisationen (MSO) und Vereine mit eingebunden werden. Zudem sollten Kommunen noch stärker unterstützt werden, die eine Elterneinbindung bereits erfolgreich durchführen. Dafür – und damit das Vorhaben auch in anderen Kommunen, in denen die Einbindung der Eltern noch kein Thema ist, eingeführt werden kann – fordert der Integrationsrat außerdem, dass „zusätzliche Ressourcen“ bereitstellt werden.

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