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Dormagen: Innogy-Tochter ebnet Gelände des Gaskessel-Geländes ein

Dormagen : Innogy-Tochter ebnet Gelände des Gaskessel-Geländes ein

Der Gaskessel ist längst weg, jetzt wird das rund vier Hektar große Gelände am Zinkhüttenweg bereinigt und eingeebnet. Das erklärte ein Sprecher der RWE-Tochter Innogy auf Anfrage unserer Redaktion. Dass das Areal nicht ewig brach liegen wird, sondern weiter genutzt werden soll, scheint klar zu sein. Doch wohin die Vermarktungsreise gehen wird, ist offen: "Es wird noch intern geprüft, wie es weitergeht", sagt Paul Binder von Innogy. Gaskessel-Eigentümer IPPE Dormagen LNG Development hat den Abriss des "weißen Riesen" veranlasst, Eigentümerin des Geländes allersdings ist Innogy Gas Storage NWE GmbH, wiederum eine Tochter von Innogy und damit eine "Enkelin" von RWE. Laut Aussage des Unternehmenssprechers steht nach dem Abriss des Kessels noch der Tankwall, der auch weg soll. Auf jeden Fall stehen bleiben die Gebäude auf dem Gelände: ein Kontrollraum, ein Werkstatt-Trakt sowie eine Verdichte-Halle, der in die Kompressoren standen.

Der Energieriese RWE hatte im März 2012 das "Wahrzeichen" von Delrath" an seine Tochter Innogy verkauft. Weil klar war, dass der Speicher nicht mehr weiter genutzt werden sollte, suchte Innogy wieder einen Käufer und fand ihn schließlich in IPPE Dormagen LNG Development mit Sitz in Bitterfeld, einer Zweigstelle der "International Process Plant" mit Hauptsitz in New Jersey. Das Grundstück blieb aber im Besitz der Innogy-Tochter. Die damalige Geschäftsführerin Regina Zarmer gab an, verschiedene Optionen prüfen zu wollen, unter anderem eine Befüllung mit Biogas. Dazu kam es aber nicht. "Die Anlage wurde im Jahr 2012 ordnungsgemäß außer Betrieb genommen", sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung vor einem Jahr. "Damit ist die Genehmigung erloschen. Für eine erneute Inbetriebnahme ist vorher eine Neugenehmigung erforderlich. Bei einer erneuten Beantragung wäre ein Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung vorzunehmen. Für ein solches Verfahren wäre mein Haus zuständig. Ein solcher Antrag liegt hier nicht vor." IPPE hatte offenbar ohnehin vor, den Gasspeicher direkt weiter zu verkaufen, was aber nicht gelang. Danach ging es darum, den Speicher zurückzubauen oder abzureißen. Und Letzteres ist nun passiert.

(schum)