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Dormagen: Inklusion: Realschulen und BvA vorbereitet

Dormagen : Inklusion: Realschulen und BvA vorbereitet

Drei Dormagener Schulen haben den Bedarf an Lehrkraftstellen für integrativen Unterricht gedeckt.

In Dormagen werden für das kommende Schuljahr an den beiden Realschulen genügend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, die behinderte und nicht-behinderte Kinder ab dem fünften Jahrgang gemeinsam in einer Klasse unterrichten können.

Das teilte das Schulamt des Rhein-Kreises auf Anfrage mit. Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium (BvA) bekommt Unterstützung aus Düsseldorf: Eine Lehrerin für den Förderschwerpunkt "Hören" kommt nach Dormagen, um sich am BvA um die drei Kinder mit Förderbedarf zu kümmern, wie Ellen Schönen-Hütten, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, mitteilte. In anderen Städten war bekannt geworden, dass für den Inklusions-Unterricht nicht genügend Lehrer zur Verfügung stehen.

Nach den Sommerferien will die rot-grüne Landesregierung behinderten Kindern per Rechtsanspruch ermöglichen, am Unterricht einer Regelschule teilzunehmen. An den Dormagener Realschulen wird dann ab dem Schuljahr 2013/2014 jeweils eine weitere integrative Lerngruppe eingeführt. An der Realschule am Sportpark lernen bereits in diesem Schuljahr fünf Kinder mit besonderem Förderbedarf und 18 Regelschüler zusammen. Auch an der Realschule Hackenbroich ist der integrative Unterricht bereits seit diesem Schuljahr eingeführt.

"Fakt ist, dass für die beiden Schulen für das kommende Schuljahr genügend Lehrkräfte zur Verfügung stehen", sagte Thomas Hodißen vom Schulamt. Wie es an den anderen Schulen aussieht, konnte er gestern nicht sagen. In den Schwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprachen werden die Kinder gefördert. Dass weder Regel- noch Förderschüler beim integrativen Unterricht zu kurz kommen, zeigen Erkenntnisse aus dem laufenden Schuljahr. Die Schulleiter berichten von positiven Entwicklungen der Schüler. Die integrative Klasse der Sportpark-Realschüler sei die beste im Jahrgang. Von der Realschule Hackenbroich wechselte sogar ein Schüler zum Leibniz-Gymnasium.

(cbu)