Dormagen: Initiative "BAD" stemmt sich gegen Bäderabriss

Dormagen : Initiative "BAD" stemmt sich gegen Bäderabriss

Kerstin Born, die Vorsitzende der SSG Nievenheim-Delrath, hat mit mehreren Mitstreitern die Bürgerinitiative "Bäder Abriss Dormagen" (BAD) gegründet. Die Initiative setzt sich für den Erhalt und die zeitnahe Reparatur der beiden Hallenbäder Nievenheim und Dormagen ein.

"Ein einziges Hallenbad kann nicht zwei Hallenbäder in dem gesamten Stadtgebiet von Dormagen ersetzen", meint Kerstin Born im Hinblick auf die Idee, ein ganz neues Schwimmbad zu bauen.

"Zu geringe Wasserfläche"

"Aufgrund der geringeren Wasserfläche und unter der Berücksichtigung einer zumutbaren Geräuschkulisse für die Nutzer würden noch weniger Zeiten für den öffentlichen Badebetrieb und das Schul- und Vereins-Schwimmen zur Verfügung stehen", glaubt Kerstin Born. Für sie lautet die Konsequenz: Immer weniger Kinder würde das Schwimmen erlernen.

Da die Kassen der Stadt Dormagen leer seien, stehe weder das Geld für den Neubau eines Hallenbades in Höhe von unrealistisch geringen acht Millionen Euro, noch für die Sanierung der beiden Hallenbäder von —aus Sicht der Bürgerinitiative nicht ausreichend belegten — elf Millionen Euro zur Verfügung.

Diese Beträge stammen aus dem neuem Bädergutachten. Einen Querschuss gibt Kerstin Born auch auf die Römer-Therme ab: "Es ist doch energetisch nicht sinnvoll, die Römer-Therme für nachweislich neun Kaderschwimmer zu betreiben." Die Stadt Dormagen solle sich ihrer Ansicht nach nicht vom TSV-Angebot blenden lassen.

Das erste Treffen der "BAD" ist für Dienstag, 17. Januar, um 19 Uhr im Restaurant "An d'r Weyh" an der Heerstraße 17 geplant. Auf der Tagesordnung steht die Vorstellung der Gründungsmitglieder. Außerdem wird die Strategie der Bürgerinitiative erklärt und es werden Aufgaben verteilt.

(NGZ)
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