Inga Müller macht Freiwilliges Soziales Jahr in Peru

18-jährige Dormagenerin: Inga Müller engagiert sich für ein Jahr in Peru

Die 18 Jahre alte Dormagenerin reist für ein Jahr nach Südamerika, um in dem Andenstaat Menschen zu helfen.

Ein neues Land kennenlernen und gleichzeitig Gutes tun. Mit diesen Zielen hat sich Inga Müller bei dem Verein „Herzen für eine neue Welt“ für den Freiwilligendienst angemeldet. Für ein Jahr wird sie ab heute in Peru leben, um dort den Verein bei seinen Projekten zu unterstützen.

Die 18-Jährige hat gerade erst ihr Abitur am Leibniz-Gymnasium gemacht. „Ich wollte nach der Schule ein Jahr etwas anderes machen. Ins Ausland gehen“, erzählt Inga Müller. Und ein Freiwilliges Soziales Jahr bietet da die perfekte Möglichkeit. Denn so kann sie das Entdecken eines neuen Landes mit dem Helfen von Menschen verbinden. Zudem ist Südamerika auch gleichzeitig ein persönliches Reiseziel von ihr.

Auf den Verein gekommen ist sie durch Walter Leidinger, den ehemaligen Dormagener Chempark-Leiter, der im Vereinsvorstand sitzt. So bewarb sie sich im Mai 2017 und bekam im Herbst die Zusage.

Für den Freiwilligendienst muss man bei Antritt 18 Jahre alt sein, aber auch Spanischkenntnisse sind erwünscht, da in Peru Spanisch gesprochen wird. Ab November hat Inga Müller angefangen, die Sprache zu lernen. „Das war teilweise schon anstrengend neben der Schule“, erklärt sie. Als zusätzliche Vorbereitung für den Aufenthalt standen noch zwei Seminare an. Ein zehntägiges Seminar von „Weltwärts“, dem Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst, ein zweites, zweitägiges Seminar vom Verein selbst, bei dem sie auch schon die anderen Mitstreiter kennenlernen konnte. „Wir sind insgesamt 15 Freiwillige“, so Müller. Vor Ort werden sie dann alle in die jeweiligen Projekte des Vereins in Peru eingeteilt.

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Der Verein „Herzen für eine Neue Welt“ hat es sich als Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den Hochanden Perus nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören unter anderem das Schaffen eines Zuhauses für Waisen und Halbwaisen, die Themen Bildung, ärztliche Versorgung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit und regionale Wirtschaft sowie Geschlechtergleichheit, Wahrung der lokalen Kultur und mehr Eigenverantwortlichkeit. Die Projekte, in denen Inga Müller mithelfen wird, sind zum einen das Kinderdorf Munaychay, welches das Herzstück des Projektes bildet. Dort helfen Freiwillige den Mädchen und Jungen zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder spielen mit ihnen. Andere Projekte sind unter anderem ein Agrarzentrum, die Arbeit mit Menschen mit Behinderung oder Gesundheitszentren.

Ein wenig Angst hat die junge Frau vor der Verständigung mit den Einheimischen, da sie die Sprache noch nicht so gut beherrscht. Dennoch überwiegt die Freude auf die Menschen in den Anden, aber auch auf die anderen Beteiligten. „Ich freue mich auf neue Erfahrungen und ein neues Land“, sagt Müller.

Auch die Landschaften Perus sind Teil ihrer Vorfreude, denn Inga Müller interessiert sich selbst sehr für die Natur und für die Tiere, weswegen sie das Agrarzentrum des Projekts besonders spannend findet. „Ich könnte mir später vorstellen, Agrarwissenschaften zu studieren oder eine Gärtnerausbildung zu machen“, erzählt die junge Dormagenerin. Wobei Müller nach eigener Aussage nach dem einjährigen Aufenthalt in Peru so angetan von der Arbeit mit Menschen sein könnte, dass sie auch in Richtung Entwicklungshilfe oder Sozialpädagogik gehen könnte. Aber bis sie sich deswegen entscheiden muss, steht für Inga Müller nun erst einmal ein Jahr voller neuer Erfahrungen in einem fremden Land an.