Dormagen: Ineos will Rundbau im Mai beziehen

Dormagen: Ineos will Rundbau im Mai beziehen

Das Petrochemie-Unternehmen zieht schon vor Jahresende eine positive Geschäftsbilanz für 2017. Auch die Arbeiten am neuen, markanten Bürogebäude an der Bundesstraße 9 schreiten sichtbar voran. Fertigstellung soll im Frühjahr sein.

Es ist nicht selbstverständlich, dass die Vorstandsetage den Beschäftigten ihres Unternehmens ans Herz legt, an den Betriebsratswahlen teilzunehmen. Auf der jüngsten Betriebsversammlung beim Petrochemie-Unternehmen Ineos ist genau dies geschehen. Gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden Rainer Müller warb der kaufmännische Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Patrick Giefers dafür, dass die Mitarbeiter bei den Wahlen am 13. und 14. März ihr Votum abgeben. Und Giefers erwähnte ausdrücklich "die traditionell hohe Qualifikation und das enorme Engagement der Beschäftigten". Ausdruck eines guten Miteinanders, das sich ganz offensichtlich erfreulich auf den Erfolg von Ineos auswirkt. Schon vor Jahresende zieht die Geschäftsführung eine positive Bilanz für 2017. Genaue Zahlen nennt Ineos zwar traditionell nicht, doch in einer jetzt veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: "Mit einem hervorragenden wirtschaftlichen Ergebnis aus den ersten drei Quartalen dieses Jahres knüpft der Standort nahtlos an das zurückliegende Geschäftsjahr an."

Dazu hätten alle Geschäftsbereiche beigetragen. Und das laut Geschäftsführung unter nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen mit mehreren umfangreichen Produktionsstillständen, mit Anlagenerweiterungen und dem seit Monaten laufenden Neubau des Bürogebäudes an der Bundesstraße 9.

Die Arbeiten an dem Rundbau schreiten sichtbar voran, inzwischen sind die großen Fensterfronten installiert. Mit der Fertigstellung rechnet Ineos im Frühjahr, im Mai sollen die für das Gebäude vorgesehenen Abteilungen eingezogen sein. Eine weitere gute Nachricht, die Patrick Giefers der Belegschaft unterbreitete: In der Produktion am Standort seien insgesamt 33 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden, davon entfielen 27 Stellen auf den Facharbeiterbereich.

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Wichtig ist der Geschäftsführung das Thema Sicherheit. "Unsere vielfältigen Bemühungen und Weiterentwicklungen in diesen Bereichen haben Früchte getragen und werden von den Beschäftigten gut angenommen", urteilte Giefers. "Wir haben hier am Standort über alle Hierarchieebenen hinweg gemeinsame Werte, dazu gehören Respekt und Achtung im Umgang miteinander, Wertschätzung und natürlich sicheres Arbeiten. Gepaart mit dem Fachwissen werden wir auch die kommenden Herausforderungen meistern." Ende September hatte allerdings mit lautem Knall eine Sicherheitseinrichtung ausgelöst - einerseits ein Zeichen, dass die Vorkehrung funktioniert, andererseits wurden 14 Menschen mit Verdacht auf Knalltrauma vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Dies sei aber keinesfalls die Regel, betonte Unternehmenssprecherin Anne-Gret Itturiaga Abarzua. Letztlich konnten alle 14 schnell wieder aus der Klinik entlassen werden.

Ineos ist mit 18.500 Beschäftigten in 22 Ländern und einem Umsatz von 40 Milliarden US-Dollar eines der größten petrochemischen Unternehmen der Welt. Mit 2200 Beschäftigten in sechs Geschäftsbereichen gehört der hiesige Standort zu den größten der Ineos- Gruppe.

(ssc)
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