Dormagen: Ineos startet 195-Millionen-Projekt

Dormagen: Ineos startet 195-Millionen-Projekt

Erster Spatenstich für die neue Gas- und Dampfanlage mit Minister Pinkwart.

Der Ehrengast zeigte sich beeindruckt. "Glückwunsch zu dieser tollen Investition. Sie ist auch Ausweis der Leistungsfähigkeit des Werkes und Ausdruck des Engagements der Mitarbeiter", urteilte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart gestern beim Petrochemieunternehmen Ineos. Anlass für die Einladung an den Politiker war der symbolische "erste Spatenstich" zum Bau einer neuen Gas- und Dampfanlage mit zwei Turbinen, einem Kessel und diversen Brennern zur Strom- und Dampfproduktion. 195 Millionen Euro wendet Ineos für das Projekt auf, um seine Energieversorgung auf Dauer effizient, umweltfreundlich und sicher zu gewährleisten, wie die Geschäftsführer Patrick Giefers und Axel Göhrt mitteilten.

Neben dem Minister machten sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Dormagens stellvertretender Bürgermeister Hans Sturm sowie Chempark-Leiter Lars Friedrichs ein Bild von den Plänen, die Manfred Hartung mithilfe einer Video-Animation erklärte. "Die 3D-Animation dient nicht nur der Vorführung, sondern ersetzt auch das klassische Modell einer solchen Anlage", erläuterte der Bereichsleiter Energie bei Ineos. So würden etwa die Rohrleitungen in der Animation geplant und dienten später als Fertigungszeichnungen für die Rohrleitungsbauer.

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In Betrieb soll die Anlage voraussichtlich im Jahr 2020. Als Brennstoffe eingesetzt werden überwiegend Reste aus der Produktion. Verglichen mit dem üblichen Strommix aus Kohle, Erdgas, Kernenergie und erneuerbaren Energien soll die Anlage laut Ineos jährlich bis zu 400.000 Tonnen CO2 sparen - soviel wie bis zu 200.000 Mittelklasseautos im Jahr ausstoßen.

(ssc)
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