Ineos in Dormagen: Neues Projekt bei Kinderbetreuung

Chempark Dormagen : Ineos: Neuer Weg bei Kinderbetreuung

Das Unternehmen im Chempark ist bei der Kinderbetreuung und der Angehörigenpflege eine Kooperation mit einer Firma aus München eingegangen. Sie soll die Ineos-Mitarbeiter  bei diesen Themen unterstützen.

Mit einem ungewöhnlichen Projekt will das im Chempark sitzende Chemieunternehmen Ineos Mitarbeiter unterstützen. Es geht um die Themen Kinderbetreuung und Angehörigenpflege. Seit Monatsanfang gibt es eine Kooperation mit dem in München ansässigen Unternehmen famplus, das Ineos-Mitarbeiter professionell unterstützen will. Egal ob es die Suche nach einer Betreuung für das Kind ist oder darum, wie man für Eltern einen Pflegegrad bekommt.

„Wir tragen damit den sich verändernden Lebensumständen und Anforderungen der Kollegen Rechnung“, sagen Betriebsratsvorsitzender Rainer Müller und Arbeitsdirektor Patrick Giefers. „Beste Bedingungen zu bieten, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen, ist für uns ein wichtiger Baustein für die Attraktivität unseres Unternehmens.“  Famplus bietet für die Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen vielfältige Fachberatung zu allen Bereichen der Pflege, hilft bei Antragstellung von Leistungen, Zuschüssen und finanziert bzw. unterstützt bei der Vermittlung von Kinderbetreuern oder bei der Suche nach Kita-Plätzen. Dazu gehört auch die individuelle Beratung zu Elternzeit und -geld. Die Kosten für die Organisation und Beratung trägt Ineos.

Denkbar wäre auch gleich ein eigener Betriebskindergarten. Dafür gebe es jedoch keinen Bedarf, sagt Rainer Müller. „Das hat eine Umfrage unter den Mitarbeitern ergeben.“ Ein wichtiger Punkt hingegen ist die Kinderbetreuung in Notfallsituationen. „Wenn zu Hause beispielsweise die Tagesmutter länger ausfällt, dann sorgt famplus für Ersatz“, so Müller. „Die Idee der Pflegemütter für Notfälle ist nicht neu, aber wir wollen das Ganze professionalisieren.“ Auf einer Betriebsversammlung hat Ineos das Projekt vorgestellt. Mit Flyern und Plakaten wird auf dem Gelände dafür geworben.

Nicht nur Ineos kümmert sich bei diesen Themen konkret um die Bedürfnisse der Mitarbeiter. Im Wettbewerb um die besten neuen Talente und zur Unterstützung der Beschäftigten machen die Unternehmen im Chempark vielfältige Angebote, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Chempark-Betreiber Currenta zum Beispiel bezuschusst für Mitarbeiter-Kinder Ferienangebote der Bayer-Sportvereine mit bis zu 200 Euro pro Jahr. In Kooperation mit der pme Familienservice GmbH unterstützt der Chempark-Betreiber Eltern bei der Wahl der richtigen Betreuungsform und der Vermittlung individueller Betreuungslösungen für Kinder jeden Alters. Tarifmitarbeiter können darüber hinaus einen Arbeitgeberzuschuss zur Kinderbetreuung in Höhe von jährlich bis zu 460 Euro jährlich beantragen.

Currenta-Pressesprecher Mauritz Faenger-Montag sagt: „Im Rahmen der flexiblen Arbeitszeitgestaltung und im Hinblick auf die bessere Vereinbarkeit von Beruf und privater Lebensführung bietet Currenta den Mitarbeitern, sofern es die betrieblichen Abläufe erlauben, die Möglichkeit, einen Teil ihrer Arbeiten außerhalb des betrieblichen Arbeitsplatzes - z.B. von zu Hause aus - nach vorheriger Abstimmung mit dem Vorgesetzten zu erledigen“. Dies läuft unter dem Titel „mobiles Arbeiten“. Das kommt vor allem auch Eltern zu gute, wenn sie ihr Kind zu Hause betreuen.

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