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In der Christuskirche in Dormagen wurden zwei Jugendliche konfirmiert

Christuskirche in Dormagen : Konfirmation im kleinen Kreis

Jennifer Lampertz und Elias Palm wurden am Sonntag in der Dormagener Christuskirche konfirmiert. Weitere Termine wird es aller Voraussicht nach im August oder im kommenden Frühjahr geben.

Mehrere evangelische Landeskirchen haben ihren Gemeinden empfohlen, die Konfirmationen zu verschieben. Pfarrer Frank Picht hatte es seinen Konfirmanden und ihren Familien freigestellt, ob sie zum geplanten Termin am gestrigen Sonntag oder zu einem späteren Zeitpunkt feiern wollen.

Und so begrüßte er mit Jennifer Lampertz und Elias Palm (beide 13) die wohl kleinste Konfirmandengruppe in der Geschichte der Christuskirche. „Ich wollte die Konfirmation ungerne verschieben, und so konnte ich mehr Familienmitglieder einladen, als es in einer größeren Gruppe möglich gewesen wäre“, beschreibt Elias die Vorzüge. Auch Jennifer lag genau dieser Termin am Herzen: „Meine Mutter wurde ebenfalls am 24. Mai konfirmiert.“ Die Voraussetzungen waren gegeben: Seit einigen Wochen sind bereits wieder Gottesdienste erlaubt – mit begrenzten Plätzen, um den nötigen Abstand zu wahren, mit Mundschutz und mit einer Liste, in die sich jeder Besucher eintragen muss. „Wir merken, dass weniger Menschen die Gottesdienste besuchen, weil sie Situationen vermeiden, in denen sie die Masken tragen müssen“, sagt Pfarrer Frank Picht.

„Sie haben sich für eine der ganz wenigen Konfirmationen im Rheinland entschieden, die überhaupt gefeiert werden. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass wir uns nicht unterkriegen lassen und als Gemeinde in der Lage sind, auch unter bestimmten Auflagen eine solche Feierlichkeit zu gestalten“, so Frank Picht. Im Zentrum seiner Predigt stand der Schutz. „Die Einführung der Maskenpflicht erinnert an die Anschnallpflicht im Auto, gegen die auch viele protestiert haben. Wir schützen unsere Augen mit einer Sonnenbrille vor UV-Strahlen, tragen beim Radfahren einen Helm, schützen uns mit Schal und Handschuhen vor Kälte und mit einem Schirm vor Regen“, zählt er auf. Die Maske sei lediglich ein weiterer Schutz. „Gott ist ebenfalls unser Schutz, unser Schild. Und die beiden Konfirmanden sind heute hier, um das Ja-Wort, das Gott ihnen bei der Taufe gegeben hat, zu bestätigen.“

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Solistin Irene Kurka. Jennifer und Elias durften mit ihren Familien und dem Pfarrer am Abendmahl teilnehmen, stellvertretend für die übrigen Gemeindeglieder auch die beiden Presbyter. Nachholtermine sind für August oder das kommende Frühjahr geplant. „Für den August haben sich zwölf Konfirmanden angemeldet, dann werden wir zwei oder drei Termine anbieten, da wir lediglich etwa 60 bis 70 Plätze in der Kirche besetzen dürfen“, sagt Picht.

(vest)