Dormagen : Im Startloch

Die Archäologen haben ihre Arbeit an der Römerstraße beendet. Was zwischen Rathaus-Galerie und Rathaus entstehen soll, wie die Pläne aussehen und wann die Bagger anrücken, erklären Stadt und Privatinvestoren.

Dormagen Richtig spektakulär war es nicht, was die Archäologen bei ihren Grabungen von Juli bis Oktober zwischen Römerstraße und Rathaus entdeckt haben: Münzen, Scherben, kleine römische Figuren, Reste von Brunnen, Stadtmauer und Reitställen, das Übliche eben.

Dr. Michael Gechter vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege ist trotzdem zufrieden. "Die Funde haben bestätigt, was wir wussten", sagt Gechter. "Trotzdem schließt jeder Bereich, der untersucht wird, ein Loch im Puzzle des römischen Dormagener Kastells."

Mit einem Loch beschäftigen sich zurzeit auch die Planer beim Eigenbetrieb Dormagen. Denn nachdem die Archäologen das Feld geräumt haben, klafft neben dem Rathaus in der Innenstadt eine riesige Lücke. "Sie wird sich bald füllen", sagt Bernd Blochwitz, Leiter des Eigenbetriebs - und damit zuständig für die Hälfte des Lochs, das an die Kastellstraße grenzt. Dort soll ein Rathaus-Anbau mit vier Etagen entstehen.

Parallel zum Eigenbetrieb Dormagen will auch Peter Herzogenrath die Bagger anrücken lassen. Der Delhovener Investor ist für die Bebauung der anderen Lochhälfte neben der Rathausgalerie zuständig und will dort mit den Rathaus-Arkaden ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten.

(NGZ)