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Dormagen: Illegale Müllentsorgung kostet Steuerzahler mehrere tausend Euro

Dormagen : Illegale Müllentsorgung kostet Steuerzahler mehrere tausend Euro

Wieder einmal muss sich das städtische Ordnungsamt mit wilder Müllbeseitigung befassen. "Die Größenordnung ist enorm", sagt Fredo Schröder, Leiter des Ordnungsamtes. Er ist überzeugt: "Da muss mindestens ein Transporter, Lkw oder ein Fahrzeug mit großem Anhänger beteiligt gewesen sein, denn offenbar handelt es sich um Abfälle aus einer Bausanierung oder eines Abrisses."

Gefunden wurden die beiden Abfallberge an der Haberlandstraße in Verlängerung zum Ernteweg und auf dem Feld zwischen der L 380 und der A 57 in der Nähe vom Martins-/Josefshof. Schröder appelliert an die Dormagener, solche Abfälle doch lieber fachgerecht zu entsorgen. "Sollten wir einen Müllsünder erwischen, erwartet diesen eine empfindliche Strafe." Er hofft darauf, da zwischen dem illegal entsorgten Bauschutt eine Telefonnummer gefunden wurde.

Sollte der Verursacher nicht festzustellen sein, müssen die Dormagener Steuerzahler für die Entsorgung aufkommen. Nach Angaben der Stadt wären das mehrere tausend Euro. Um dem zu entgehen, bittet das Ordnungsamt um Hinweise. "Bei so einer Menge sollte jemand etwas gesehen haben", ist sich Schröder sicher.

Hinweise nimmt das Ordnungsamt unter 02133 257-393 oder per Mail: fredo.schroeder@stadt-dormagen.de entgegen. Hinweise werden natürlich vertraulich behandelt.

Diese wilden Müllkippen sind beileibe kein Einzelfall. Immer wieder melden aufmerksame Bürger sie unter anderem über den Mängelmelder der Stadt. Dort ist der wilde Müll ein Dauerthema. Allein 2015 gingen dazu rund 240 Hinweise ein - ein Anteil von 33 Prozent an der Gesamtzahl aller Meldungen. "Wenn wir über unseren Mängelmelder oder unser Sauberhaft-Mobil von wildem Müll erfahren, beseitigen unsere Mitarbeiter ihn so schnell wie möglich", erklärt Stadt-Pressesprecher Swen Möser.

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Ein Lied davon singen kann auch Theo Peters. Der Revierförster entdeckt immer wieder Müll jeglicher Art, der illegal auf Wegen, Parkplätzen oder direkt im Wald abgeladen wird. Zuletzt waren es ein Kühlschrank, Farbeimer, Plastikkisten, Verpackungsmaterial und anderer Müll, der auf dem Waldparkplatz in Knechtsteden lag.

Kein neues Bild für ihn: "Illegale Müllablagerung ist immer noch ein großes Problem in der Stadt", sagt Peters. "Einmal im Monat finden wir solche Müllhaufen auf den Waldparkplätzen in Knechtsteden, im Mühlernbusch und im Chorbusch." Er appelliert auch an Eltern, dass die Kinder "schon früh zu Hause und später in der Schule lernen, wie Müll ordnungsgemäß entsorgt wird". Nach Sponsorenläufe oder Schulausflügen entdeckt er immer wieder liegen gelassene Reste.

(schum)