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Dormagen: Ideen für A 57-Lärmschutz

Dormagen : Ideen für A 57-Lärmschutz

Bald diskutieren die Verkehrsministerien von Bund und Land den Lärmschutz in Horrem. Gute Chancen hat eine Einhausung des ein Kilometer langen Teilstücks an der A 57. Planungsrecht wird indes erst 2014 geschaffen.

Nach Informationen des CDU-Verkehrspolitikers Hermann Harig sollen die Planungen für den Lärmschutz an der A 57 in Horrem vorangetrieben werden. Bereits in der kommenden Woche könnte es zu Gesprächen zwischen den Verkehrsministerien von Bund und Land kommen. Dabei sah es vor Kurzem noch so aus, als sei das Thema in weite Ferne gerückt.

Das Antwortschreiben, das Gerd Decker am 4. Juni an Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann gerichtet hatte, war jedenfalls im Tonfall eines vorformulierten Musterschreibens geschrieben: Nichts Neues gebe es zu berichten über das Ausbauvorhaben auf der A 57, hatte der Niederlassungsleiter bei Straßen.NRW in dem Brief erklärt. Das Bundesverkehrsministerium habe den Ausbau in den "Investitionsrahmenplan 2011 bis 2015 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes" aufgenommen.

Verhandlungen von Bund und Land

Unklar ist allerdings, welche Lärmschutzmaßnahme in Horrem am geeignetsten ist. Konkret handelt es sich um ein etwa ein Kilometer langes Teilstück der A 57 zwischen K12 und L 280.

Noch im Mai hatte die CDU für das ein Modell votiert, das in Krefeld umgesetzt werden soll: eine 6,50 Meter hohe, gekrümmte Lärmschutzwand sowie Wände auf dem Mittelstreifen. Inzwischen präferiert CDU-Verkehrspolitiker Hermann Harig die Einhausung (halbseitige Galerie) der A 57 auf Horremer Seite — und ist auch zuversichtlich, dass diese Variante kommt. Eine Einhausung hatte auch die Stadt Dormagen gefordert. Bis Planungsrecht geschaffen werden kann, wird es laut Hermann Harig indes Ende 2014 werden.

Eine lange Zeit für die Bürger, die an der Autobahn wohnen. Martin Klemmer, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Dormagen, vertritt einige von ihnen. "Wir verfolgen die Diskussion", sagt Klemmer, dem derzeit die Hände gebunden sind. Derzeit gebe es keine Planung, auf die die Genossenschaft reagieren könne.

Betroffen vom Autobahnlärm sind Wohnungen der Genossenschaft am Kastanien- und Akazienweg. Konkrete Beschwerden der Mieter gebe es zwar nicht — viele haben sich an den Lärm gewöhnt —, doch sei der Lärmschutz ein "Thema für die Zukunft". Klar, bei der Anwerbung neuer Mieter spielt ein ruhiges Wohnumfeld sehr wohl eine Rolle.

Verkehrspolitiker Harig will keine Ruhe geben. Schon in der kommenden Woche werde er sich über den aktuellen Sachstand beim Bund erkundigen.

(NGZ/rl)