Dormagen: Hygiene-Spender in der Klinik sind sicher

Dormagen : Hygiene-Spender in der Klinik sind sicher

In einem Krankenhaus in Haan mussten Hygiene-Spender wegen Brandgefahr abgebaut werden. Im Kreiskrankenhaus Dormagen ist das hingegen kein Problem. Die Feuerwehr kontrolliert regelmäßig.

Eine Ordnungsverfügung sorgt in einem Krankenhaus in Haan derzeit für Aufregung. Die Desinfektions-Spender auf den Gängen erhöhen laut Feuerwehr die Brandgefahr und müssen daher entfernt werden. Ein Grund, sich im Kreiskrankenhaus in Dormagen umzusehen und die Situation dort unter die Lupe zu nehmen.

Im Eingangsbereich des Krankenhauses, auf jeder Station und vor der Cafeteria sind die Hygiene-Spender zu finden, ebenso wie auf den Zimmern der Patienten. Gut zehn Spender sind auf den Gängen der Klinik verteilt, sagt Yvonne Schönen, die in den Kreiskrankenhäusern Dormagen und Grevenbroich die Hygienebeauftragte ist. Dass die Flüssigkeit in den Behältern brennbare Alkoholbestandteile beinhaltet, kann Schöne bestätigen: "Man muss ein Desinfektionsmittel benutzen, das wirksam ist gegen die Keime, die es hier im Krankenhaus gibt. Daher ist das Mittel ethanolbasiert." Dennoch hat die Feuerwehr Dormagen die Spender im Kreiskrankenhaus bislang nicht beanstandet.

Der Grund: Im Gegensatz zu den Spendern auf den Krankenhausgängen in Haan, die in fest installierten Halterungen stecken, sind die rund zehn Spender in Dormagen mobil und damit jederzeit wegrollbar. "Das hatte bei uns zunächst einmal nichts mit dem Brandschutz-Aspekt zu tun, sondern eher praktiktische Gründe", sagt Schönen. Denn wenn die Mitarbeiter die Patienten in ihren Betten über die Gänge schieben, könnten fest installierte Hygiene-Spender im Weg stehen. Im Gegensatz dazu sind die Spender in den Zimmern der Patienten ebenfalls fest montiert — genau wie in Haan.

Dass in Dormagen keine erhöhte Brandgefahr besteht, bestätigte auf Anfrage Sabine Voss, Chefin der Dormagener Feuerwehr: "Die Hygiene-Spender waren bei uns noch nie ein Thema. Wir machen in regelmäßigen Abständen alle fünf Jahre die vorgeschriebenen Brandschauen und stehen zudem im engen Austausch mit dem Kreiskrankenhaus." Die letzte Brandschau fand im März 2012 statt. Generell sei es richtig, dass in Flucht- und Rettungswegen keine brennbaren Materialien und Stoffe stehen oder vorhanden sein sollten. Die Zimmer sind davon in der Regel nicht betroffen, da sie keine Rettungswege sind.

Mit dem Problem, die Hygiene-Spender entfernen zu müssen, sieht sich das Kreiskrankenhaus Dormagen demnach nicht konfrontiert. Im Gegenteil: Nach Angaben von Yvonne Schönen sollen demnächst noch einige mobile Hygiene-Spender zu den bereits vorhandenen dazukommen.

(NGZ)
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