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Dormagen: Hydro stärkt Standort mit neuer Laseranlage

Dormagen : Hydro stärkt Standort mit neuer Laseranlage

Mit einer neuen Laserschneidanlage modernisiert der Aluminiumkonzern sein Werk. Zwei neue Arbeitsplätze entstehen.

Sie soll so präzise Karosseriebleche liefern, wie es bisher nicht möglich war: Hydro hat an seinem Standort an der Sachtlebenstraße in Stürzelberg eine neue Laserschneidanlage in Betrieb genommen.

Hydro-Manager Pascal Wagner mit ALS-Geschäftsführer Heinz-Walter Schewe, Bernd Ryll (kaufmännischer und Projektleiter ALS) sowie Hydro-Produktionsleiter Björn Böse und ALS-Betriebsleiter Andreas Kühl (v. r.) vor der neuen Laserschneidanlage. Foto: ON

Bis zu 20 000 Tonnen Bleche für Autos, vor allem für die Fahrzeugaußenhaut, soll sie künftig im Jahr produzieren. Derzeit wird die Anlage noch getestet, ab dem dritten Quartal soll der Serienbetrieb starten. Das Material könne mit der neuen Anlage sauberer verarbeitet werden, außerdem könne sogenannter Prozessschrott verringert werden, sagte Pascal Wagner, Leiter der Hydro-Geschäftseinheit Lithography, Automotive & Heat Exchanger, zur Eröffnung.

Die Neuerung hat Hydro in Zusammenarbeit mit dem lokalen Betriebspartner Alu-Laser-Service (ALS) sowie dem Lieferanten Schuler umgesetzt. Der Maschinenbaukonzern Schuler hat die Anlage installiert, betrieben wird sie von ALS. Über die Investitionssumme haben die Parteien stillschweigen vereinbart, hieß es gestern auf Anfrage.

Der Entschluss für die neue Anlage sei gefallen, da die Unternehmen an dem prognostizierten Wachstum im europäischen Markt für Aluminiumkarosserien teilhaben wollen. Dieser soll bis 2018 jährlich um 15 bis 20 Prozent wachsen. Vor diesem Hintergrund hat Hydro auch die Produktion des Vormaterials im eigenen Walzwerk in Grevenbroich mit einer Kapazität von bis zu 50 000 Tonnen nahezu verdoppelt.

Mit der neuen Anlage gelinge es, den Bedürfnissen der Autobauer entgegenzukommen, erläuterte Wagner. Es könnten nun in der stark automatisierten Schneidanlage Automobilbleche für große und kleine Serien hergestellt werden. "So bedienen wir effizient eine wachsende Vielfalt an Modellreihen und kommen der Plattformstrategie führender Fahrzeughersteller entgegen", sagte er. Die Anlage könne per Laserstrahl eine große Bandbreite an Teilen zuschneiden. Möglich seien Elemente vom Kleinteil zur Karosserieverstärkung über die Motorhaube bis zur kompletten Seitenwand eines Fahrzeugs.

Obwohl die neue Anlage hochautomatisiert ist, kommt sie nicht ohne Menschen aus. Zwei neue Arbeitsplätze entstehen durch die Investition. Abhängig von der Auslastung könnten mit zusätzlichen Schichten weitere Stellen hinzukommen, teilte Hydro gestern mit. Auch Arbeitsplätze im benachbarten Grevenbroich würden mit der neuen Laserschneidanlage gesichert.

Auch in anderen Bereichen setzt Hydro auf Partnerschaften. So hat das Unternehmen vor kurzem auch mit dem Konzern Kobe Steel in Japan einen Technologie-Austausch vereinbart. Davon versprechen sich die beide Unternehmen eine Stärkung als Anbieter hochwertiger Aluminiumwalzprodukte für eine zunehmend globalisierte Basis von Einkauf und Produktion in der Automobilindustrie. Hydro beliefert nach eigenen Angaben vor allem "führenden Premiumhersteller in Europa".

(NGZ/rl)