Hunde-Hasser in Dormagen: Giftköder und Fleisch mit Rasierklingen

Vorfälle in Dormagen: Hunde-Hasser unterwegs: Gift und Rasierklingen entdeckt

Hunde-Hasser scheinen im Moment in Dormagen den Tieren massiv schaden zu wollen: Am Mittwoch gab es die vierte Warnung vor Giftködern oder Rasierklingen in Wurst beziehungsweise Frikadellen innerhalb von elf Tagen über Facebook.

Die Orte variieren von St. Peter an der B 9 über den zweimal betroffenen Chorbusch bei Hackenbroich bis zur „Kleingartenanlage Nähe Horrem“, wo am Mittwoch eine Frau „kleine Fleischstückchen mit Pulver dran“, entdeckt hatte und andere Hundehalter warnte.

Der Kreispolizei in Neuss ist nur ein Fall bekannt: Am Samstag zeigten eine Frau und ihr Mann auf der Wache in Dormagen an, dass ihr Hund morgens auf einem Feldweg in der Nähe von Schloss Arff einen Köder ins Maul genommen hatte, in dem eine Rasierklinge steckte. Zum Glück ging das glimpflich aus, der Hund, den ein Tierarzt untersuchte, blieb unverletzt. „Bislang haben wir keine Hinweise auf den Täter“, sagte Diane Drawe, Sprecherin der Kreispolizei Neuss. Hinweise nimmt die Polizei unter 02131 3000 entgegen.

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Ihre Kollegen aus Köln suchen ebenfalls nach dem grausamen Tierquäler, nachdem am Samstag gegen 9 Uhr eine Frau (28) in Köln-Roggendorf/Thenhoven ihren Hund im letzten Moment vor schwersten Verletzungen bewahrt hatte, wie die Polizei mitteilte: „Die Kölnerin holte eine mit mehreren Rasierklingen versehene Frikadelle aus dem Maul ihres Haustiers, bevor es sich daran verletzte.“ Sie war kurz vorher einer Dame begegnet, die sie vor den Ködern gewarnt hatte. Bei einer Absuche des Waldstücks an der Schloss-Arff-Straße fanden die alarmierten Polizisten weitere Köder mit Rasierklingen. Am postete auch eine Frau auf Facebook eine Warnung über Giftköder im Wald auf dem Weg direkt hinter Schloss Arff: „Mein Jack Russel schnupperte am Baum, war an der Leine und hatte trotzdem plötzlich diese Frikadelle mit Teppichmesserklingen im Maul.“

Nicht immer sind Giftköder auch wirklich mit Gift gespickt, wie Polizeisprecherin Drawe zu bedenken gibt. Trotzdem rät sie zur Vorsicht: „Wenn Sie das Objekt mitnehmen, nehmen sie eine Tüte um die Hand, damit sie mit dem Gift nicht in Kontakt kommen.“ Erster Ansprechpartner sei die Stadt, am Wochenende und nachts die Polizei.

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