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Dormagen: "Horrem ist ideal für Studenten-WG"

Dormagen : "Horrem ist ideal für Studenten-WG"

Eine geräumige Wohngemeinschaft mit Balkon – und das günstig? Für viele Studenten nur ein Traum. Für den Standort Dormagen wirbt die Gemeinnützige Baugenossenschaft jetzt mit Flyern an den Universitäten.

Eine geräumige Wohngemeinschaft mit Balkon — und das günstig? Für viele Studenten nur ein Traum. Für den Standort Dormagen wirbt die Gemeinnützige Baugenossenschaft jetzt mit Flyern an den Universitäten.

"Weniger Miete. Mehr Geld zum Feiern." Oder zum Shoppen. Mit diesem und anderen pfiffigen Slogans wirbt die Gemeinnützige Baugenossenschaft Dormagen (GBD) um Studenten und Auszubildende. Ein paar Tausend Flyer wurden gedruckt und an den Universitäten in Köln und Düsseldorf verteilt. Das ist nur der Auftakt: "Wir planen ein Studenten-Konzept, dass die jungen Erwachsenen auf verschiedenen Kanälen für den Standort Dormagen sensibilisiert", so Axel Tomahogh-Seeth, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft.

Eine geräumige WG mit Balkon — und das zu einem günstigen Mietpreis? Für viele Studenten ist dies ein Traum, der sich in Großstädten wie Köln und Düsseldorf kaum erfüllen lässt. Dormagen hingegen bietet bezahlbaren Wohnraum bei guter Verkehrsanbindung — eine Chance, die sich die Gemeinnützige Baugenossenschaft Dormagen zunutze macht. "Darüber hinaus möchten wir insbesondere das sich in den nächsten Jahren positiv entwickelnde Stadtquartier Horrem durch den Zuzug von jungen Menschen beleben", sagt der Vorstand.

Dormagen ist bei Studenten und Auszubildenden in den großen Städten wenig bekannt, glauben die Verantwortlichen der Baugenossenschaft. Mit seiner zentralen Lage und guten Verkehrsanbindung nach Köln und Düsseldorf bietet die Stadt aber viele Vorteile bei gleichzeitig erschwinglichen Mietpreisen. Auf den Flyern ist von 5 bis 6,50 Euro pro Quadratmeter Miete die Rede — mit Balkon. "Als Genossenschaft können wir den Studenten zudem ein hohes Maß an Sicherheit sowie Teilhabe an unseren demokratischen Entscheidungen bieten", so Vorstandsmitglied Martin Klemmer.

"Wir sind ein persönlicher und menschlicher Wohnungsanbieter mit einer vielseitigen Mitgliederstruktur. Angesichts des demografischen Wandels wird es in Zukunft immer wichtiger sein, junge Menschen gezielt anzusprechen."

Der Vorstoß der Baugenossenschaft, die in Horrem ihren Stammsitz hat und dort der größte Anbieter von Wohnraum ist, kommt zeitgleich mit den politischen Bemühungen der CDU. Die legt in der nächsten Ratssitzung einen Antrag zum "virtuellen Campus Dormagen" vor. Der gute Standort Dormagen zwischen den Großstädten soll stärker herausgestellt und im Internet beworben werden. Auch die Christdemokraten sehen in Horrem einen attraktiven Wohnort für junge Menschen. Aufgrund der guten Verkehrsanbindungen liegen die Großstadt-Zentren nur wenige Minuten entfernt.

"Was die Ansprache von Studenten angeht", sagt Tomahogh-Seeth, "so befinden wir uns noch am Anfang. Mit Auszubildenden konnten wir hingegen schon erste positive Erfahrungen sammeln." Entscheidend sei es, den passenden Wohnraum für die jeweilige Zielgruppe anbieten zu können. Sein Kollege Klemmer sagt: "Wir müssen eruieren, welche Angebote wirklich den Nerv der Studenten treffen. Derzeit gehen wir davon aus, dass unsere Wohnungen von ihrer Größe her vor allem für Wohngemeinschaften attraktiv sind. Wir prüfen aber auch kreative Lösungen wie die Aufteilung von Wohnungen."

(NGZ/rl)