Dormagen: Hohe Investitionen in die Wehr

Dormagen : Hohe Investitionen in die Wehr

Dormagen In der Dormagener Feuerwehr stehen tief greifende Veränderungen an: Mit dem Neubau des Gerätehauses in Rheinfeld für den Löschzug Mitte werden Räumlichkeiten der Hauptwache an der Kieler Straße frei. In diesen Teil der Wache wird zu einem großen Teil die Rettungswache einziehen; der bisherige Standort am Kreiskrankenhaus in Hackenbroich wird aufgegeben - er ist marode.

Dormagen In der Dormagener Feuerwehr stehen tief greifende Veränderungen an: Mit dem Neubau des Gerätehauses in Rheinfeld für den Löschzug Mitte werden Räumlichkeiten der Hauptwache an der Kieler Straße frei. In diesen Teil der Wache wird zu einem großen Teil die Rettungswache einziehen; der bisherige Standort am Kreiskrankenhaus in Hackenbroich wird aufgegeben - er ist marode.

Der übrige Teil wird von den hauptamtlichen Wehrkräften gebraucht. Und die haben nach der Änderung der Dienstzeitverordnung für die Feuerwehren einen erheblich größeren Bedarf bekommen.

Erster Beigeordneter Ulrich Cyprian informierte am Donnerstag Abend den Hauptausschuss: "Seit Bezug der Wache im Jahr 1992 bis heute stieg die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten vor allem durch das Rettungswesen von 22 auf 51 Kräfte. Aufgrund der Verringerung der Wochenarbeitszeit infolge der neuen Arbeitszeitverordnung und die Besetzung des zweiten Rettungswagens wird sich die Zahl der hauptamtlichen Kräfte auf 60 erhöhen."

Diese Belegung führt zu räumlicher Enge, birgt Unfallgefahren: Schränke stehen vor Fenstern, ein Kühlschrank steht auf dem Flur, Hindernisse, die übersehen werden können, wenn es schnell gehen muss. Und bei der Wehr muss alles reibungslos funktionieren.

Für insgesamt 310 000 Euro, die der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft für 2008 etatisiert hat, soll die Wache Kieler Straße jetzt fit gemacht werden für die Zukunft: Die Büros werden ins Erdgeschoss verlegt, eine defekte Absauganlage erneuert, die fünf Hallentore elektrifiziert, die technische Ausstattung mit Computern, neuer Telefonanlage und ähnliches verbessert. Laut Cyprian hätte allein die Renovierung der Rettungswache am Krankenhaus etwa 400 000 Euro gekostet.

Der Löschzug Dormagen bereitet sich derweil auf den Umzug in das neue, rund 1,5 Million Euro teure Domizil am Ortseingang nach Rheinfeld vor. Der Umzug soll nach Angaben des Ersten Beigeordneten noch in diesem Jahr erfolgen. Probleme bereiten den Wehrmännern und -frauen im Stadtgebiet vor allem noch das Gerätehaus in Gohr.

Cyprian und Fachbereichsleiter Bernd Witschke attestierten im Ausschuss dem Haus eine schlechte Bausubstanz: "Im Laufe der Jahre sind erhebliche Schäden im Mauerwerk durch eindringende und aufsteigende Feuchtigkeit entstanden. Schäden in der Dacheindeckung führen zu weiteren Gebäudeschäden." Darüber hinaus läuft bei stärkeren Regen Wasser in den Spindraum, die Schlaglöcher auf dem Vorplatz bergen erhebliche Unfallgefahren. Ihr Urteil: nicht reparabel.

Hinzu kommt, dass die Stärke des Löschzuges von zurzeit 21 auf 36 Wehrmänner und -frauen aufgestockt werden muss. So sieht es der Brandschutzbedarfsplan vor. Doch diese notwendige Personalererhöhung, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, scheitert an den räumlichen Möglichkleiten im Gerätehaus.

Die gute Nachricht im Hauptausschuss: Das alte Gerätehaus wird abgerissen und neu gebaut. Der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft hat für das kommende Jahr dafür insgesamt eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Darin enthalten sind die Kosten für den Anbau an der Astrid-Lindgren-Grundschule.

Beide Gebäude liegen an der Bergheimer Straße (B 477) nebeneinander. Die Schule muss erweitern, um Möglichkeiten für die Betreuung im Rahmen der offenen Ganztagsgrundschule zu erhalten. Laut Cyprian und Witschke wird durch die gemeinsame Planung gewährleistet, dass die Sicherheit der Kinder durch die benachbarte Wehr nicht beeinträchtigt wird.

(NGZ)
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