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Dormagen: Hoffen auf neue Baugrundstücke

Dormagen : Hoffen auf neue Baugrundstücke

Die Nachfrage war auch beim sechsten Immobilien-Tag groß. Die Stadt setzt auf die Änderung des neuen Flächennutzungsplans, um weitere Baugebiete ausweisen zu können. Die bestehenden sind fast ausverkauft.

Die sechste Auflage der Dormagener Immobilien-Tage unterschied sich deutlich von ihren Vorgängern. Die beiden bisherigen waren zu einem einzigen geworden, die Kombination mit dem Ostermarkt fehlte und auch der Standort war neu. "Ein Zelt auf dem Rathausplatz hätte sich nicht mehr gerechnet", nennt Organisator Rolf Ischerland als Grund für den Umzug in die Rathausgalerie. Statt zwölf bis 13 Ausstellern waren es diesmal lediglich sieben: "Einige sind durch Insolvenz nicht mehr dabei", erläutert Ischerland. "An sich eine gute Synthese" sei es, wenn sich in der Rathausgalerie "normale Käufer und Grundstücksinteressenten mischen." Allenfalls die Geräuschkulisse sei zunächst "gewöhnungsbedürftig", befand der Betreiber der Agentur Ischerland.

Die Resonanz derjenigen, die sich für ein Haus, eine Wohnung oder ein Baugrundstück interessieren, erreichte jedenfalls durchaus die aus den Vorjahren bekannten Dimensionen. Das bestätigte auch die Dormagener Wirtschaftsförderin Gabriele Böse: "Sehr sehr stark nachgefragt" seien Baumöglichkeiten in Nievenheim. Das Delhovener Gebiet Gansdahl sei "nahezu ausverkauft" . Ähnliches gilt für das erweiterte Malerviertel. In dessen nördlichem Bereich gebe es nur noch ein einziges freies Grundstück. Alle anderen seien bereits verkauft, beziehungsweise es gebe bereits verbindliche Bewerbungen. "Wahrscheinlich" werden nach den Worten von Gabriele Böse demnächst in Nievenheim zwölf weitere Baugrundstücke geschaffen. Ansonsten setzt die Wirtschaftsförderin ihre Hoffnungen auf die Neufassung des Flächennutzungsplans (FNP).

Inwieweit die Stadt dabei größere Baugebiete ausweisen darf, "muss im Lauf des Verfahrens mit der Landesplanung abgestimmt werden", sagt Gabriele Böse. Die setzt da eigentlich enge Grenzen, doch Gabriele Böse mag vorab nicht übermäßig pessimistisch sein und setzt auf die bevorstehenden Gespräche mit der Bezirksregierung. Der Bedarf an städtischem Wohnraum jedenfalls ist groß: Die einstige "Landflucht" ist längst dem Trend gewichen, dass es Menschen zurück in die Stadt zieht.

Über Mangel an Gesprächsbedarf hatten neben der städtischen Wirtschaftsförderung auch die ausstellenden Makler nicht zu klagen: "Wir sind sehr zufrieden, es läuft gut", lautete etwa bereits zur Mittagszeit das Zwischenfazit von Alfred Laufenberg. Die Erfahrungen der Aussteller sollen ausgewertet werden. Dann entscheidet sich auch, ob es für die kommenden Immobilen-Tage bei der Rathausgalerie als Standort bleibt.

(NGZ)