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Hochwasserschutz in Dormagen: Gebiet des Deichverbandes soll wachsen

Hochwasserschutz in Dormagen : Gebiet des Deichverbandes kann um zwölf Prozent wachsen

Neue Berechnungen von Professor Holger Schüttrumpf haben ergeben, dass auch Bereiche am Silbersee/Delrath und bei Horrem vom Hochwasser betroffen wären.

Das Gebiet des Deichverbandes Dormagen/Zons kann um rund zwölf Prozent erweitert werden. Das geht aus einem Vortrag von Professor Holger Schüttrumpf der Technischen Hochschule Aachen hervor, der die mögliche Überflutung des Gebietes mit zwei Verfahren überprüft hat. Im Verbandsgebiet liegen alle Grundstücke, die durch den Deich vor Hochwasser geschützt werden. Zurzeit gehören rund 5000 Zwangsmitglieder dem Verband an – die Eigentümer von Grundstücken und technischen Anlagen vor allem in Stürzelberg, Zons und Rheinfeld.

Das Gebiet soll sich – im Norden im Bereich Silbersee/Delrath und Horrem – erweitern. „Es geht um ca. 200 Hektar“, sagte der stellvertretende Deichgräf Franz Josef Bauers bei der Erbentagssitzung am Montagabend in Zons. Die Rede war von Mehreinnahmen von insgesamt einer Summe im sehr hohen fünfstelligen Euro-Bereich pro Jahr. Wie viel genau, welche Grundstücke und welche Besitzer herangezogen werden können, wird noch ausgearbeitet. Danach wird bei der Bezirksregierung Düsseldorf die Erweiterung des Deichverbandsgebietes beantragt werden. „Das werden wir schnellstmöglich weitergeben“, sagte Deichgräf Joachim Fischer.

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Die kleinste Schnittmenge der beiden Verfahren ergab sich aus einerseits der Wasserspiegellagen-Extrapolation, bei der die nächsthöhere Erhebung im Hinterland als Richtwert genommen wurde, auf die das Wasser ohne Deich treffen würde, und andererseits der hydro-numerischen Modellierung, bei der am Computer das Wasser an neun Stellen durch den Deich „laufen gelassen“ wurde: „Das Wasser folgt der Topographie des Geländes Richtung Neuss“, erläuterte Schüttrumpf. Eine „Hinterläufigkeit“ des Wassers aus Worringen betreffe das Verbandsgebiet nicht. Beim Leitdeichkopf empfahl er, ihn nicht zu verlängern, sondern in sanftem Bogen ins Grindinnere zu verschwenken: „Ansonsten droht eine Verengung mit Düsen-Wirkung, was zu mehr Geschwindigkeit und Erosion führt“, so der Professor.