Hochleistungskunststoffe von Lanxess kommen in den Propellern von Flugdrohnen zum Einsatz

Entwicklung aus Dormagen : Drohnen fliegen dank Lanxess länger

Die beständig beliebter werdenden Geräte müssen immer höheren Anforderungen genügen.

Sie sind hilfreich bei Rettungseinsätzen und in der Landwirtschaft, beliebt bei Fotografen, und mitunter dienen sie technikbegeisterten Kindern und Erwachsenen auch einfach nur als Spielzeug: Flugdrohnen. An deren Weiterentwicklung hat auch der Spezialchemie-Konzern Lanxess erheblichen Anteil. Der Geschäftsbereich High Performance Materials, der seinen Sitz sowie ein Forschungs- und Anwendungstechnikum in Dormagen hat, trägt nun maßgeblich dazu bei, dass die Drohnen länger in der Luft bleiben können. Dies teilte das Unternehmen jetzt mit.

Konkret geht es um die Entwicklung eines Drohnenpropellers aus kurzglasfaserverstärktem Durethan. Die Spritzgussteile wiegen nun weniger, weisen aber trotzdem gute Festigkeit auf. „Zudem ist der Werkstoff gegen Alterung durch UV-Strahlen geschützt und eignet sich so gut für die Nutzung im Außenbereich“, betont Lanxess-Sprecher Michael Fahrig. Auf der Chinaplas in Shanghai, einer internationalen Ausstellung für die Kunststoff- und Gummiindustrie, hatte Lanxess den Propeller bereits präsentiert.

Nach Unternehmensangaben können die High-Performance-Kunststoffe außer für die Propeller auch für Drohnenkörper und Fahrwerke verwendet werden. Die Materialien würden bei der Gewichtsreduzierung des Fluggeräts helfen und somit für längere Flugzeiten sowie für Vibrations- und Geräuschreduzierung sorgen. „Zudem verbessern sie die Stoßfestigkeit, führen zu weniger Interferenzen von Metallwerkstoffen mit Funksignalen, ermöglichen die Vereinfachung des Herstellprozesses und erhöhen die Flexibilität beim Strukturdesign“, berichtet Fahrig. Bei der Produktion könne sich Lanxess auf seine Erfahrungen im Leichtbau-Geschäft für die Automobilindustrie stützen.

Der Markt für Drohnen wächst stark – zumindest wenn man Experten glauben kann. Das Marktforschungsinstitut Gartner etwa geht davon aus, dass im vergangenen Jahr weltweit rund drei Millionen Flugdrohnen verkauft worden sind. Das wären fast 40 Prozent mehr als 2016. Die Deutsche Flugsicherung schätzt, dass 2017 allein in Deutschland 600.000 Drohnen verkauft wurden – Tendenz steigend.