Retter in Dormagen warnen vor schneller Erhitzung Feuerwehr befreit mehrfach Kinder aus heißen Autos

Dormagen · Zuletzt musste die Feuerwehr Dormagen vermehrt ausrücken, um Kinder und Tiere aus heißen Autos zu befreien. Die Retter warnen und sagen, was umgehend zu tun ist, wenn man einen solchen Fall bemerkt.

Die Temperatur in Autos steigt mit rasanter Geschwindigkeit.  Foto: Steffens

Die Temperatur in Autos steigt mit rasanter Geschwindigkeit. Foto: Steffens

Foto: Lena Steffens

Temperaturen über 30 Grad waren bis vor wenigen Tagen in Dormagen an der Tagesordnung, und dabei handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um die letzte Hitzewelle in diesem Jahr. Die Feuerwehr Dormagen fand nun deutliche Worte, denn  immer wieder mussten die Feuerwehrleute in den vergangenen Wochen aus einem bestimmten Grund ausrücken.

„Wir hatten gehofft, dass euch die Wärmewarnungen des Deutschen Wetterdienstes der letzten Tage erreicht hätten. Leider mussten wir aktuell mehrfach ausrücken, um Kinder aus Fahrzeugen zu befreien“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr. „Vielleicht ist euch ja auch nicht bewusst, wie schnell die Temperatur in einem Fahrzeug ansteigen kann. Zur Verdeutlichung haben wir das mal in einer Tabelle dargestellt. Da hilft es auch nicht, das Fenster einen Spalt zu öffnen.“ Die Tabelle zeigt dabei auf, dass schon nach fünf Minuten die jeweilige Außentemperatur im Fahrzeug um zwei bis vier Grad steigt. Bei einer Außentemperatur von 26 Grad liegt die Innentemperatur nach zehn Minuten bereits bei 33 Grad und erreicht bei 30 Minuten gar eine „lebensgefährliche Temperatur“ von 42 Grad.

Norbert Buchkremer, stellvertretender Leiter der  Freiwilligen Feuerwehr Dormagen, erklärt: „Es kommt tatsächlich immer wieder vor. Vielen Menschen scheint es nicht bewusst zu sein, dass nur wenige Minuten bei entsprechenden Temperaturen bereits Lebensgefahr bedeuten können.“ Eltern und auch Hundebesitzern rät Buchkremer dazu, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen. So solle man Kinder oder Hunde bei heißen Temperaturen nicht nur nicht im Auto lassen, sondern im Idealfall grundsätzlich im Schatten parken und lange Fahrten in den Urlaub in den kühleren Abend- oder Morgenstunden planen.  Für den Fall, dass Passanten einen solchen Fall beobachten und sich Kinder und Tiere im heißen Fahrzeug befinden, sei es durchaus wichtig zu handeln. „Natürlich ist der Notruf zu wählen, doch im Ernstfall kann und darf die Scheibe auch eingeschlagen werden“, so Buchkremer. 

Auch die Polizei appelliert, keine Kinder und Tiere bei der Hitze im Fahrzeug zu lassen. „Sollten dennoch entsprechende Feststellungen gemacht werden, sollten Polizei und Feuerwehr gerufen werden. Im akuten Notfall ist durchaus auch jeder dazu berechtigt, das Fahrzeug zum Beispiel durch einschlagen einer Scheibe zu öffnen. Dieses sollte aber nur im Notfall erfolgen“, erklärt Polizeihauptkommissar Gerko Siemer.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort