Palliativ-Station im Kreiskrankenhaus: Hilfe für Schwerstkranke

Palliativ-Station im Kreiskrankenhaus : Hilfe für Schwerstkranke

Hackenbroich Endlich - der neunjährige Kampf der Hospizbewegung hat sich gelohnt. In einem intensiven Gespräch überzeugten vor einigen Wochen der Vorstand der Bewegung mit Sabine Köhler, dem niedergelassenen Arzt Dr. Udo Kratel und dem Klinik-Palliativ-Mediziner Dr. Ulrich Hauffe den Vorsitzenden des Krankenhaus-Ausschusses, Dr. Christian Will.

Hackenbroich Endlich - der neunjährige Kampf der Hospizbewegung hat sich gelohnt. In einem intensiven Gespräch überzeugten vor einigen Wochen der Vorstand der Bewegung mit Sabine Köhler, dem niedergelassenen Arzt Dr. Udo Kratel und dem Klinik-Palliativ-Mediziner Dr. Ulrich Hauffe den Vorsitzenden des Krankenhaus-Ausschusses, Dr. Christian Will.

"Wir machen das", so anschließend dessen klare Überzeugung. Und die Politik zog mit. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses gab es einen einstimmigen Beschluss für die Palliativ-Station mit fünf bis sieben Betten. "Wir ziehen das jetzt auch ohne Zustimmung der Bezirksregierung in Düsseldorf durch", sagt Will. Mehrere Anträge für die Kliniken im Rhein-Kreis Neuss, darunter auch für Hackenbroich, liegen dort vor - "und sind versandet", wie Will es ausdrückt.

Offenbar werden von Düsseldorf aus größere Palliativ-Einheiten vorgesehen. Dr. Wolfgang Thier, ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses: "Damit ist uns nicht gedient. Wir möchten, dass die Patienten auch die letzten Stationen ihres Lebens in der Klinik behandelt werden, die sie kennen." Hinzu komme, dass den Angehörigen - oftmals älteren Menschen - nicht weite Besuchswege zugemutet werden sollen.

Möglich ist die Planung ohne Zustimmung der Aufsichtsbehörde durch eine enge Zusammenarbeit mit der Hospizbewegung und dem mustergültigen ambulanten Hospizzentrum Dormagen. "Bei uns arbeiten zahlreiche ausgebildete Palliativkräfte, auf die wir zurück greifen können", berichtet Sabine Köhler. "Für die Station mit sechs Betten werden etwa neun Palliativ-Pflegekräfte und mindestens zwei Ärzte benötigt", so der designierte Leiter der Abteilung, Dr. Ulrich Hauffe, der seit Jahren Schwerstkranke und Sterbende betreut.

(NGZ)
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