Dormagen: Hilfe für Insekten: Stadt begrüßt Initiative der SPD

Dormagen: Hilfe für Insekten: Stadt begrüßt Initiative der SPD

Mit ihrem Antrag, die Stadt möge ein Gesamtkonzept zum Schutz von Insekten erarbeiten, stößt die SPD im Rathaus auf offene Ohren. Der Ansatz, bestimmte Flächen im Stadtgebiet von Dormagen als Insektenwiesen zu nutzen und diese extensiv zu bewirtschaften (also nur behutsam zu nutzen), gehe in die richtige Richtung, heißt es in einem Beratungspapier für die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses. Der soll sich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 20. Februar, ab 17.30 Uhr (Ratssaal im neuen Rathaus) mit dem Thema befassen. Nichtsdestotrotz bittet die Verwaltung die Politiker um etwas Zeit, den Sachverhalt prüfen zu können, um die Ergebnisse dann in einer der kommenden Sitzungen des Gremiums präsentieren zu können.

Tatsächlich sei in Deutschland in de vergangenen 25 Jahren ein Rückgang der Biomasse an Insekten von rund 75 Prozent zu verzeichnen, bestätigt die Stadt das Problem. Allerdings sei sie bereits aktiv, um diesem Trend entgegenzuwirken. So engagiert sie sich seit dem Jahr 2000 für den Erhalt und die Schaffung von neuen Flächen mit artenreichem Grünland über das Ökokonto der Stadt. Artenreiches Grünland existiere auf mehreren Ökokontoflächen am Wahler Berg sowie einer Fläche im Straberger Broich.

In Dormagen existierten zudem auf diversen Flächen bei Delhoven und Hackenbroich sowie auf einer Fläche in Rheinfeld Ackerrandstreifen, auf denen durch extensive Bewirtschaftung traditionelle Ackerflora erhalten würden. Südöstlich der Lindenstraße (Stürzelberg) und Märchenallee (Zons) hätten die Technischen Betriebe Wildblumenwiesen angelegt, ebenso vor dem Technischen Rathaus, so die Stadt. Aber: "Hier hat sich gezeigt, dass nicht alle Standorte für derartige Wiesen in Frage kommen. Die Wiese vor dem Technischen Rathaus hat sich nur spärlich entwickelt, da der Boden ungeeignet ist."

(ssc)