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Dormagen: Hightech-Tafeln und GPS erleichtern die Arbeit

Dormagen : Hightech-Tafeln und GPS erleichtern die Arbeit

Interaktive Tafeln, GPS-Sensoren und moderne Computersysteme erleichtern vielen Arbeitnehmern die Arbeit. Auch Schüler profitieren.

Biologielehrer Norbert Grimbach bespricht gerade mit seiner Klasse das Thema Organspende. Als einer der Neuntklässler der Realschule am Sportpark fragt, wie denn eine Herz-Lungen-Maschine ausschaue, kommt Grimbachs neue interaktive Tafel sofort zur vollen Geltung. Grimbach wirft ein Bild einer solchen Maschine aus Wikipedia an die Tafel und erklärt seinen Schülern die Funktionsweise. Dank dieser neuen Technik hat sich der Biologie-Unterricht an der Realschule am Sportpark stark verändert.

"Diese neue Tafel ist ganz toll", sagt der 14-jährige Kerim Güden. Auch sein Mitschüler Tim Robens ist begeistert von der neuen Technik: "Herr Grimbach kann nun alles für uns im Internet nachschlagen, uns Videos von Youtube zeigen oder einen Wikipedia-Artikel vorlesen." Für den Biologie-, Mathe- und Kunstlehrer bedeutet die neue interaktive Tafel eine kleine Revolution in seiner Lehrtätigkeit: "Ich kann jetzt spontan auf die Fragen der Schüler eingehen, ihnen schnell anhand eines Videos etwas vorführen oder ihnen auch stichhaltige Beweise für meine Thesen liefern."

Doch nicht nur zum Abspielen von Videos eignet sich die Tafel, die von einem Beamer, der über der Tafel hängt angestrahlt wird. Mit einem speziellen Stift können die Lehrer in dem Biologie-Saal auch an die Tafel schreiben und diese Texte abspeichern. "Dann kann ich einfach in der nächsten Stunde dort weitermachen, wo ich aufgehört habe", erklärt er stolz. Im Vergleich zur alten Tafel ein enormer Fortschritt. Allerdings warnt der Lehrer auch davor, die Möglichkeiten der interaktivenTafel überzubewerten, denn "man darf sie nicht nutzen, um die Schüler damit nur zu unterhalten".

Doch nicht nur in der Schule am Sportpark ist eine neues Zeitalter angebrochen, auch in der Arbeitswelt der Spediteure und Brummi-Fahrer hat sich dank neuer Technologien viel geändert. Bei der international tätigen Spedition Ems in Hackenbroich können die Fahrzeuge der Firma dank GPS-Sensoren in Echtzeit am Computer-Bildschirm verfolgt werden.

"Wir können sehen, ob der Lkw im Stau steht, fährt oder ob der Fahrer eine Pause macht", erklärt René Schneider, Prokurist bei Ems. "Diese GPS-Technik ist elementar wichtig für uns." Denn Ems liefert an die Automobil-Industrie, dort müssen die Lieferungen in einem bestimmten Zeitfenster eingehen. "Wir sehen, wenn einer unserer Lkw im Stau steckt und können so den Kunden informieren", erklärt Schneider.

Nicht nur Unternehmen, sondern auch die Stadtverwaltung im Rathaus benutzt moderne Kommunikationsformen. So können sich Mitarbeiter der Verwaltung auch von zu Hause in das Computer-System einloggen. "Dafür gibt es ein kleines Gerät, dass einen Pin-Code generiert. So können sich unsere Mitarbeiter absolut sicher einloggen", erklärt Wolfgang Zimmer, Leiter der IT-Abteilung.

Trotz der vielen elektronischen Helfer bleibt einiges doch immer noch beim Alten. Das weiss auch Lehrer Grimbach: "Ich habe ein ganzes Hinterzimmer voll mit Präparaten und Schautafeln. Die benützt ich immer noch für den Unterricht." Denn diese althergebrachten dreidimensionalen Lehrmittel seien in manchen Situationen einfach anschaulicher als die zweidimensionalen Computer-Bilder.

(NGZ)