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Dormagen: Hier gibt's noch Lehrstellen

Dormagen : Hier gibt's noch Lehrstellen

Im August bzw. September startet das neue Ausbildungsjahr. Viele Schulabgänger haben schon eine Stelle, andere suchen noch. Die NGZ stellt drei Auszubildende im 1. Lehrjahr vor. Ihre Betriebe brauchen noch Bewerber für 2012.

Die Firma Elektrotechnik Schieffer feiert im kommenden Jahr 50-jähriges Betriebsjubiläum. Was Inhaber Heinz Jakob Schieffer immer am Herzen lag und weiterhin liegt, ist die Ausbildung junger Menschen. Mehr als 120 Lehrlinge hat die Firma seit ihrem Bestehen zum Elektroniker ausgebildet. "Die jungen Menschen sind unsere Zukunft", sagt Schieffer. "Wir legen großen Wert darauf, Auszubildende bei uns zu beschäftigen."

Strippenzieher: Timo Pohl (18) lernt Elektroniker bei Schieffer Elektrotechnik. "Das ist ein spannender, abwechslungsreicher Job", sagt er. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem der Einbau von Steckdosen und Lampen oder auch Stemmarbeiten. Pohl: "Wer Elektriker werden will, muss handwerklich begabt sein." Foto: Jazyk, Hans

Nach Angaben der zuständigen Agentur für Arbeit Mönchengladbach gibt es in Dormagen (Stand Ende Mai) noch 231 unbesetzte Ausbildungsplätze. Gute Chancen hätten Bewerber vor allem in der Gastronomie, im Einzelhandel und in den lebensmittelverarbeitenden Betrieben wie Bäckerei oder Metzgerei. Schulabgänger sollten umgehend einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren (Tel. 01801 555111). Der Leiter der Ausbildungsberatung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, Stephan Mundt, rät Jugendlichen, "jetzt dringend in die Puschen zu kommen". Noch sei nicht unwahrscheinlich für August oder September etwas zu finden.

Schleiferin: Jennifer Gedig (18) macht eine Ausbildung bei Optik Schulte in der Rathaus-Galerie. Spaß macht ihr die Vielseitigkeit des Jobs: "Ich habe Kontakt zu Kunden, bin aber auch handwerklich tätig. Es ist nie langweilig", sagt die angehende Optikerin. Wichtig sei, dass man offen ist, auf Menschen zugeht. Foto: Jazyk, Hans

"Auf das Erscheinungsbild achten"

Wichtig ist ein gutes Abgangszeugnis. "Viele Firmen schauen zuerst auf die Noten in Deutsch, Mathe und Englisch", sagt Mundt. Nach wie vor hätten Abiturienten und Fachabiturienten die besten Aussichten. Da es zunehmend weniger Bewerber gebe, müssten Firmen aber auch umdenken und "der zweiten Reihe eine Chance geben". Neben guten Noten zähle der Eindruck beim Vorstellungsgespräch. Mundt: "Bewerber sollten auf ihr Erscheinungsbild achten und sich so genau wie möglich über das Unternehmen informieren, für das sie arbeiten wollen."

Der Experte empfiehlt Jugendlichen, unbedingt flexibel bei der Berufswahl zu sein: "Eine Lehrstelle findet man nicht vor der Haustür! Man muss auch bereit sein, längere Strecken zu fahren und unter Umständen eine Alternative im Kopf haben." Denn, so Mundt, "wenn es den Traumjob nicht gibt, dann gibt es ihn nicht".

(NGZ)