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Dormagen: Herr der städtischen Gebäude

Dormagen : Herr der städtischen Gebäude

Seit genau einem halben Jahr ist Uwe Scheler der Leiter des städtischen Eigenbetriebs und damit verantwortlich für Instandsetzung und Neubau der Gebäude der Stadt Dormagen. Der Rheinländer liebt es, die Stadt mitzugestalten.

Von seinem Büro im Technischen Rathaus hat er sie nicht alle im Blick, wohl aber im Kopf: Uwe Scheler kümmert sich um alle städtischen Gebäude von Schulen und Kindergärten über Jugend- und Sozialeinrichtungen und Feuerwehrhäusern bis zu Verwaltungbauten. Seit genau einem Jahr ist der 48 Jahre alte Hochbauingenieur Leiter des Eigenbetriebs Stadt Dormagen, zuvor hatte er drei Monate lang den Betrieb kommissarisch geführt.

An seiner Aufgabe reizt ihn vor allem die Möglichkeit, die Stadt Dormagen mitzugestalten. Dafür hat der gebürtige Leverkusener sogar die Seiten gewechselt – die Rheinseite: "Mich hat mein Leben lang der Rhein begleitet", erzählt Uwe Scheler schmunzelnd. In Leverkusen aufgewachsen – seine Eltern wohnten kurzzeitig in Köln –, studierte Scheler an der Fachhchschule in Köln Architektur und Hochbau.

Als Hochbauingenieur und Architekt arbeitete er erst in Hitdorf in einem Architekturbüro, bevor er zur Stadtverwaltung nach Leverkusen wechselte, wo er als Projektleiter und Abteilungsleiter im Hochbaubereich tätig war. Nach 14 Jahren wollte er sich verändern und wechselte vor fast vier Jahren nach Dormagen, wo ihn sein Vorgänger Bernd Blochwitz gut eingeführt hat.

Ganz hat Uwe Scheler die rechtsrheinische Heimat nicht verlassen, wohnt er doch mit seiner Frau Heidrun und Sohn Tobias (15) weiter in Leverkusen. Dort spielt er gern Volleyball, joggt und guckt Fußball-Bundesliga. Allerdings fühlt er sich in Dormagen und am Arbeitsplatz sehr wohl: "Ich bin hier angekommen. Die Dormagener haben mich sehr offen aufgenommen", lobt der Rheinländer, der ebenfalls "mit großem Vertrauensvorschuss" auf seine Mitmenschen zugeht.

Seine Aufgabe ist es nicht nur, städtische Gebäude in gutem Zustand zu erhalten, sondern auch Konzepte für Sanierungen, Um- und Neubauten zu erstellen. Dabei liegen dem 48 Jahre alten Vater vor allem die Schulen am Herzen: "Wir müssen die pädagogische Veränderung vom Lernort zum Lebensort auch in den Bauten nachvollziehen", fordert Scheler. Trotz knapper Kassen müsse die Qualität der Schulen gesichert werden: "Ich bin zuversichtlich, dass wir einige Schwerpunkte setzen können."

Dafür müsse aufgezeigt werden, was jede Maßnahme oder Einrichtung koste: "Wir liefern die Zahlen für die Entscheidung im Stadtrat", sagt Uwe Scheler, der Chef von fast 200 Mitarbeitern ist: knapp 130 Reinigungskräfte, 40 Hausmeister und 25 Mitarbeiter im Technischen Rathaus. Er ist überzeugt: "In Dormagen blicken die meisten aufs Ganze, stellen keine utopischen Forderungen, sondern versuchen gemeinsam, das Beste umzusetzen."

(NGZ)