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Dormagen: Haushaltsdefizit der Stadt ist geringer als erwartet

Dormagen : Haushaltsdefizit der Stadt ist geringer als erwartet

Das Defizit der Stadt im Jahr 2011 betrug 1,9 Millionen Euro – es liegt damit um rund 5,3 Millionen Euro niedriger als das erwartete Defizit von 7,2 Millionen Euro. Diese Zahlen aus dem Jahresabschluss 2011 präsentierte Kämmerer Kai Uffelmann am Dienstagabend dem Stadtrat. "Das ist erfreulich, allerdings kein Grund, die Differenz zu verplanen", erklärt Uffelmann. "Wir haben nichts zum Ausgeben."

Das Defizit der Stadt im Jahr 2011 betrug 1,9 Millionen Euro — es liegt damit um rund 5,3 Millionen Euro niedriger als das erwartete Defizit von 7,2 Millionen Euro. Diese Zahlen aus dem Jahresabschluss 2011 präsentierte Kämmerer Kai Uffelmann am Dienstagabend dem Stadtrat. "Das ist erfreulich, allerdings kein Grund, die Differenz zu verplanen", erklärt Uffelmann. "Wir haben nichts zum Ausgeben."

Das bessere Jahresergebnis für 2011 lag vor allem an einer höheren Gewerbesteuer von 22,8 Millionen Euro (3,3 Millionen Euro mehr) und an Einkommenssteuer-Anteilen, die um zwei Millionen Euro auf 25,3 Millionen Euro gestiegen sind. "Es ist schön, dass die Gewerbesteuer so steigt, allerdings ist sie immer noch zu niedrig", meint der Kämmerer, der gern von den stetig sinkenden Schlüsselzuweisungen des Landes unabhängig werden möchte: "Die können wir nicht beeinflussen."

Auch dass der Verlustausgleich der städtischen Töchter, vor allem der Technischen Betriebe Dormagen, erst 2012 zu Buche schlägt, verbessert den Jahresabschluss 2011 einmalig, wird dann jedoch ins folgende Jahr eingerechnet, so dass es nur eine Verschiebung gibt. "Der Fehlbetrag, der bei 1,4 bis 1,7 Millionen Euro liegt, wird in dem Jahr berücksichtigt, in dem er ausgezahlt wird", erläutert Uffelmann.

2011 war laut Jahresabschluss eine Erhöhung der Personalkosten zu verzeichnen: von 26,3 Millionen auf 28,5 Millionen Euro. "Die Anzahl der Beschäftigten hat sich leicht erhöht, dazu kam die Neuberechnung der Pensionsfonds für Beamte", erklärt der Kämmerer die Verschlechterung von knapp einer Million Euro.

Nach der Umstellung auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) ist die Stadt Dormagen im Rückstand, was die Ablieferung der Jahresabschlüsse betrifft. Das beschönigt der Dormagener Kämmerer Kai Uffelmann auch nicht: "Das ist kein Zustand, daher möchte ich so schnell wie möglich auch den Jahresabschluss 2012 präsentieren." Uffelmann hofft, dass bereits in der Ratssitzung am 25. April, spätestens am 4. Juni der Entwurf für den Jahresabschluss 2012 vorliegt. "Dann wären wir endlich wieder im Zeitplan", sagt Uffelmann.

Vor allem die Fraktion der Bürger für Dormagen (BfD) hatte immer wieder auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, die geforderten Jahresabschlüsse zeitnah zu erhalten.

(NGZ/ac)