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Dormagen: Handy-Empfang in der Stadt nicht immer gut

Dormagen : Handy-Empfang in der Stadt nicht immer gut

Im NGZ-Test haben wir den Netzempfang verschiedener Anbieter geprüft. Fazit: Es gibt Funklöcher. Nennen Sie weitere Schwachstellen.

Auf einmal bleibt es am anderen Ende der Leitung still. Ein erneuter Verbindungsaufbau schlägt fehl. Funkloch. Was ärgerlich ist, kommt in Dormagen recht selten vor — zumindest nach Angaben der Mobilfunkanbieter. Die NGZ hat die bekannten Funklöcher, in denen selbst das Telefonieren in den sonst als verlässlich geltenden Netzen von T-Mobile oder Vodafone nicht ohne Störungen möglich ist, getestet und bei den großen Mobilfunkanbietern nachgehört, warum es beispielsweise in Knechtsteden sowie am Leibniz-Gymnasium in Hackenbroich fast keinen Handyempfang gibt.

Bereits beim Abbiegen auf den NGK-Schulhof verschwinden die Empfangsbalken auf dem Mobiltelefon — zumindest bei E-Plus- und O2-Kunden. "Kollegen und Schüler erzählen oft von Schwierigkeiten beim Telefonieren", sagt Johannes Gillrath. Der Schulleiter des Norbert-Gymnasiums selbst ist Vodafone-Kunde: "Ich hätte Netz, würde ich mein Handy einschalten." Man müsse jedoch unabhängig vom Anbieter geeignete Stellen zum Telefonieren kennen. Ganz traurig ist er über die Situation — vor allem in den Kloster- und Schulgebäuden — nicht. "Viele Probleme, die andere Schulen mit der Handynutzung durch die Schüler haben, kommen hier gar nicht erst auf", berichtet er.

Gillraths Schulleiter-Kollege vom Leibniz-Gymnasium schildert ähnliche Schwierigkeiten. "Störungsfreies Telefonieren mit dem Handy ist im Gebäude nicht möglich. Man muss sich schon nah am Fenster aufhalten", erklärt Herbert Kremer — ebenfalls Vodafone-Kunde. Im E-Plus und O2-Netz lässt der Empfang im Bereich der Dr.-Geldmacher-Straße ebenfalls deutlich nach — vom Kreiskrankenhaus bis zum Schulzentrum.

Im Zonser Neubaugebiet an der neuen Feuerwache soll es kein O2-Netz geben, in Straberg am Sportplatz sei mit E-Plus kein Gespräch möglich. Beide Netze sind im Bereich des Ortseingangs von Ückerath (von Gohr aus) schwach, ebenso auf der Nievenheimer Straße Am Hahnen hin zum dortigen Neubaugebiet, wie unser Test ergab.

Die Pressesprecher der Mobilfunkanbieter Vodafone, T-Mobile und O2 können die Meldungen über Schwachstellen im Netz nicht nachvollziehen und verweisen darauf, dass ständig Gelder in den Ausbau fließen würden. Sie geben dem Unterschied zwischen Netzstärke in und außerhalb von Gebäuden die Schuld: "Dormagen ist von uns sehr gut versorgt. Aufgrund nicht beeinflussbarer Gegebenheiten wie zum Beispiel abschirmender Wirkung von Fassaden kann es in Mobilfunknetzen zu Einschränkungen kommen", erklärt Carolin Eckert, Sprecherin der Telefónika Germany GmbH (O2).

Auch T-Mobile-Sprecher George McKinney kann Funklöcher in Dormagen so nicht bestätigen: "Natürlich kann es je nach Beschaffenheit von Gebäuden immer wieder zu Abrissen der Verbindung kommen", gibt er an.

"Die geschilderten Probleme sind nicht erklärbar", sagt Vodafone-Sprecherin Ulrike Wirtz im Hinblick auf unsere Anfrage. "Wir hatten heute eine Kollegin in Hackenbroich und Knechtsteden vor Ort, die diese Meldungen nicht bestätigen kann", erläutert Wirtz und ergänzt: "Wir haben einen sehr sehr guten Stand — in allen Netzgenerationen im Bereich Dormagen."

Mit E-Plus war vor Erscheinen dieser Ausgabe kein unsere Fragen beantwortendes Gespräch möglich.

Info Sie kennen weitere Netzschwachstellen? Nennen Sie uns diese heute zwischen 11 und 13 Uhr unter 02133 2560-313.

(NGZ/top)