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Händler appellieren an Kunden: In Dormagen einkaufen

5-Punkte-Einkaufsplan : Händler appellieren an Kunden, in Dormagen einzukaufen

Die Vorsitzenden der Gewerbe- und Händlergemeinschaften CiDo, IG Top-West und Nieve-Ring bitten die Dormagen in einem Schreiben samt „5-Punkte-Plan“ eindringlich, die lokalen Unternehmen zu unterstützen.

Einzelhändler, Gastronome und Dienstleister richten sich mit einem eindringlichen Appell an die Dormagener. Ihre Kernbotschaft: „Lassen Sie Ihre Kaufkraft in Dormagen und seinen Stadtteilen.“ In dem von Guido Schenk (Vorsitzender der City-Offensive), Norbert Heinen (IG Top-West) und Stefan Maxeiner (Gewerbeverein Nieve-Ring) unterzeichneten Schreiben zeichnen sie ein düsteres Bild des Geschäftslebens, wenn nicht alle zusammenhalten. Was getan werden könnte, beschreiben sie in einem „5-Punkte-Plan“.

„Wir erleben, wie trostlos unsere Straßen und Plätze ohne interessante Geschäfte, ohne attraktive Gastronomie geworden sind“, sagt das Trio. „Ein großes Stück Lebensqualität ist innerhalb kürzester Zeit verschwunden. Viele Ladenbesitzer, Gastronomen und Dienstleister werden an ihre Existenzgrenzen gedrängt. Wir alle wollen gemeinsam dafür einstehen, dass alle derzeit geschlossenen Unternehmen nach der Corona-Krise auch wieder aufmachen können.“ Trotz Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten sei es möglich, den lokalen Handel zu unterstützen. Das kann konkret so aussehen:

Verschieben Was Du morgen kannst besorgen, das besorge auch morgen. Aufschiebbares nicht gleich online kaufen, sondern nach der Corona-Krise wieder vor Ort.

Online Wenn Sie online kaufen, nutzen Sie, wo immer möglich, die Webshops und Online-Angebote des stationären Handels. Davon gibt es mehr, als Sie denken.

Lieferung Nutzen Sie die zahlreichen Bestell- und Liefermöglichkeiten vor Ort. In Dormagen kann nicht nur Essen nach Hause bestellt werden, sondern auch Bücher, Blumen, Spielzeug, Bastelbedarf und vieles mehr.

Gutscheine Fast alle Unternehmen, die derzeit geschlossen sind, bieten Gutscheine an, für Leistungen die später erbracht werden. In der Regel sind diese telefonisch oder online bestellbar. Mit den Einnahmen aus Gutscheinen wird die Liquidität des Unternehmens erhöht.

Solidarität Einfach an einen bekannten Einzelhändler, Gastwirt oder Dienstleister einen aufmunternden Brief schreiben. Das ändert zwar nichts an der Ebbe in der Ladenkasse, hilft aber, diese Zeiten mental durchzustehen.

Schenk, Heinen und Maxeiner richten zudem einen Bitte an alle privaten und öffentlichen Vermieter: „Wenn es Ihnen möglich ist, nehmen Sie Rücksicht auf die wirtschaftliche Notsituation Ihrer Mieter. Zeigen Sie sich kooperationsbereit bei der temporären Anpassung des Mietpreises. Damit Sie auch morgen noch zuverlässige Mieter haben.“

Die Vorsitzenden der Händler bedanken sich bei der Stadt für die Aussetzung der „Terrassengebühr“ und die zinslose Stundung von Gewerbesteuerzahlungen, womit diese einen Beitrag zur Krisenbewältigung auf lokaler Ebene leistet. „Hier ist aber noch viel Luft nach oben. Allen Gewerbesteuerzahlern würde eine Senkung des vergleichsweise hohen Gewerbesteuerhebesatzes, zumindest für ein Jahr, helfen.“

 Viele örtliche Fachgeschäfte haben in der Corona-Krise reagiert und versorgen ihre Kunden trotz Ladenschließung per Abhol- und Lieferdienst mit den gewünschten Waren – kostenlos oder gegen eine kleine Lieferpauschale, meist innerhalb des ganzen Stadtgebiets. Die Palette der bislang bekannten Unternehmen reicht vom klassischen Lieferdienst für Speisen bis zum Hol- und Bringservice einzelner Autowerkstätten.

„Wir sehen viele gute Beispiele und empfehlen allen Geschäftsleuten dringend, auch bei allen aktuellen Sorgen Ideen zu entwickeln, wie sie trotz Ladenschließung noch Umsatz generieren und mit ihren Kunden in Kontakt bleiben können“, appelliert Stadtmarketingleiter Thomas Schmitt (SWD) an die Unternehmer vor Ort.