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Dormagen: Gute Erlöse für Immobilien in Dormagen

Dormagen : Gute Erlöse für Immobilien in Dormagen

Wer in Dormagen neu bauen möchte, muss verglichen mit anderen Kommunen im Kreis recht tief in die Tasche greifen. Allerdings sind auch die Verkaufserlöse ziemlich hoch - vor allem für Wohneigentum, das nicht älter als 15 Jahre ist.

Mit rund 62 000 Einwohnern ist die Stadt Bergheim ähnlich groß wie Dormagen. Auch die Nähe zur Metropole Köln teilen die Bergheimer mit den Dormagenern - und das Ziel, bauwillige neue Einwohner zu gewinnen. Für die werben die Bergheimer mit einigem Elan. Unter anderem ließen sie eine durchs Rheinland rollende Straßenbahn mit dem Spruch "Bergheim - ein guter Grund zu bauen" bekleben. Zu einer solch unkonventionellen Maßnahme haben die Dormagener Wirtschaftsförderer noch nicht gegriffen und planen dies derzeit auch nicht, doch aktiv sind sie bei der Vermarktung ihrer Immobilien und Grundstücke auch. Geworben wird in Zeitungen und auf Informationstafeln mit Slogans wie "Willkommen daheim in Dormagen" oder "Dormagen - gut für Familien", zudem mit Broschüren und im Internet. "Und die Immobilienwerbung im Netz werden wir weiter verstärken", kündigte Stadtsprecher Harald Schlimgen gestern an.

Wer in Dormagen neu bauen bzw. einen Neubau erwerben will, muss verglichen mit Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen mehr Geld in die Hand nehmen, teilweise auch mehr als in Kaarst und Korschenbroich. Der Vorteil: Wohneigentum in Dormagen ist auch vergleichsweise wertvoll, beim Weiterverkauf von Immobilien werden gute Preise erzielt - vor allem bei solchen, die nicht älter als 15 Jahre sind. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervor, den der Gutachterausschuss für den Rhein-Kreis Neuss (ohne die Stadt Neuss) vorgelegt hat. Zum Vergleich einige Zahlen aus dem Bericht der Gutachter: Wer in Dormagen einen Neubau kaufen möchte, muss - je nach Lage - mit Quadratmeterpreisen zwischen 2370 und 2980 Euro rechnen. In Grevenbroich sind es 1500 bis 2630 Euro, in Rommerskirchen 2000 bis 2130 Euro. Deutlich teurer ist es in den meisten Gegenden von Meerbusch: Dort müssen zwischen 2310 und 4510 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche veranschlagt werden.

Wer Wohneigentum aus den Baujahren 2000 bis 2009 verkaufen will, kann in Dormagen mit einem Erlös von 1770 bis 2900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Das ist relativ viel: In Grevenbroich sind es laut Gutachterausschuss 1575 bis 2300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, in Rommerskirchen zwischen 1550 und 2240 Euro. Selbst Kaarst (1830 bis 2945 Euro) und Meerbusch (2090 bis 2950 Euro) schneiden in diesem Bereich nicht sehr viel besser ab als Dormagen.

Interessant ist auch ein Blick auf die Gesamtkaufpreise verschiedener älterer Haustypen in Dormagen. Ein durchschnittliches freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus der Baujahre 1950 bis 1974 (normaler Zustand, mittlere Wohnlage, gut 150 Quadratmeter Wohnfläche und gut 600 Quadratmeter Grundstücksfläche) war im vergangenen Jahr laut Gutachterausschuss für 260 000 Euro erhältlich. Reihenendhäuser und Doppelhaushälften in der selben Altersspanne und Wohnlage (durchschnittliche Grundstücksfläche 376 Quadratmeter, Wohnfläche 124 Quadratmeter) kosteten rund 225 000 Euro,

Bei den Bodenrichtwerten für Ackerland (Stichtag 1. Januar 2014) ergeben sich folgende Preise pro Quadratmeter: Kaarst 5,30 Euro, Korschenbroich und Meerbusch jeweils 5 Euro, Jüchen 4,90 Euro, Rommerskirchen 4,50 Euro, Dormagen 4,40 Euro, Grevenbroich 4,30 Euro.

(NGZ)