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Dormagen: Gut besuchtes Fest im Top-West

Dormagen : Gut besuchtes Fest im Top-West

Gestern nutzten viele Besucher den verkaufsoffenen Sonntag im Gewerbegebiet Top-West zum Stöbern und um sich zu informieren. Viele Einzelhändler lockten mit Aktionen wie Bungee-Jumping, Schminken oder Rabatten.

Laut knattert es, als der Dieselmotor des grünen Oldtimer-Treckers startet und sich die öligen Riemen in Bewegung setzen. Gespannt schaut Top-West-Fest-Besucher Mirco (5) zu. Auch seiner Mutter Antje Höhnk gefällt der Trubel, bei dem gestern zahlreiche Einzelhändler des Gewerbegebiets Aktionen anboten und ihre Ladentüren sonntags für Besucher öffneten.

Mal in Ruhe informieren: Autohändler Norbert Heinen (re.) war gestern im Gespräch mit den Kunden Sabine und Hans-Willy Hilger. Foto: H. Jazyk

Viele kamen, um beim Hit-Markt durch die Regale zu schlendern und das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Joachim Kulp dagegen nahm sich an diesem Tag bewusst Zeit, um sich intensiv über Autos zu informieren. "Heute habe ich keinen Stress, da kann man in Ruhe schauen", sagt er. Auch die Show im Autohaus Heinen, die von der Turngruppe des TSV Bayer Dormagen vorgeführt wird, unterhält die Besucher. Geschäftsführer Norbert Heinen ist zufrieden: "Heute ist mehr los als an allen anderen Wochentagen", sagt er glücklich.

Dann ertönt vor dem Autohaus ein kurzer Schrei. Schon zum zweiten Mal an diesem Tag stürzt sich Odisho Kahil (19) von der 100 Meter hohen Plattform kopfüber in die Tiefe — gesichert mit einem Bungeeseil. Für diesen Adrenalinkick ist er mit einem Freund 150 Kilometer nach Dormagen gefahren, vom Top-West-Fest hat er im Internet gehört. Er ist einer von 20 000 Besuchern, so die Schätzung von Ralf Huntgeburth, kommissarischer Vorsitzender der Interessengemeinschaft Top-West.

Auch das Busreise-Unternehmen Afan beteiligt sich an der Fete und stellt neue Fahrten nach Russland oder zum Nordkap vor. "Leider sind alle unsere Busse momentan unterwegs, sonst hätten wir sie unseren Gästen präsentieren können", so Chefin Christa Afan. Wer auf dem weitläufigen Gelände nicht alle Strecken zu Fuß bewältigen möchte, kann in die rot-grüne, historische Bimmelbahn einsteigen und wird an einer der sechs Station wieder rausgelassen.

Neben den Fahrzeugverkäufern, die an diesem Tag "eher präsentieren als verkaufen", wie die Autohäuser Dresen und Beivers bestätigen, gibt es viele Aktionen für Kinder. Auf einer rot-gelben Hüpfburg wird getobt, beim Schminken verwandeln sich Jungen in Spiderman und Mädchen in Schmetterlinge. Auch ein Karussell dreht sich immer weiter im Kreis, während die Kinder im Feuerwehrauto oder auf dem Plastikpferd mitfahren.

Bei den Treckern geht es inzwischen hoch her. Eigentlich wollte Hartmut Aschenbruck seinen bislang aus zwei Landmaschinen bestehenden Fuhrpark an diesem Tag erweitern. Doch kurz bevor er mit einem Kollegen ins Geschäft kommt und ihm sein Gefährt abkauft, schlägt ein anderer Liebhaber zu und schnappt ihm den Trecker vor der Nase weg.

(NGZ)